Bernstein-Betty spürt verlorenen Ring auf

+
Hilde Gerner (l.) freut sich, dass Dackel Betty ihren Ring gefunden hat – Frauchen Jessy (r.) ist tierisch stolz

München -  Die Geschichte vom verlorenen Ring, den Dackeldame Betty nach Wochen aufspürte, ist fast zu schön, um wahr zu sein. Selbst im Tiefschnee hat die Hündin den richtigen Riecher bewiesen.

Es war am Silvesterabend, als Hilde Gerner auf einem Trampelpfad am Glockenbach ihren Bernsteinring verliert. Das Schmuckstück fällt ihr vom Finger in den tiefen Schnee. Suchen – aussichtslos. Als es Tage später taut, schaut Hilde Gerner nach ihrem Ring. Wieder aussichtslos, der Weg ist jetzt matschig – das gute Stück ist vom Erdboden verschluckt.

Wau, wau! Luxus für den Hund

Wau, wau! Luxus für den Hund

Zwei Wochen später hat Betty dann ihren unglaublichen Auftritt. Die Hündin dackelt wie jeden Tag mit ihren Besitzern Jessy und Rainer den gleichen Trampelpfad entlang. Schließlich führt der Weg zur Werkstatt ihres Herrchens. Zwei, drei Meter hinterm Gehweg überkommt Betty ein tierisches Bedürfnis, sie markiert ihr Gebiet. Und auch diesmal scharrt sie mit den Hinterbeinen. Steine spritzen weg, Erdklumpen – und ein goldenes Etwas.

Bettys Herrchen beugt sich zum Boden. Er entdeckt einen Ring mit einem Bernstein! Und weil Hilde Gerner ihm von ihrem Malheur an Silvester erzählt hat, denkt er sich: „Der gehört bestimmt der Hilde“. Zusammen mit Betty laufen die Besitzer zur Nachbarschaftshilfe Westermühlbach an der Geyerstraße, deren Leiterin Hilde Gerner ist. „Schau mal, is’ des dei Ring?“ Ein Blick genügt. „Ja, das ist er. Wie kommt der jetzt hierher?“ Und so erzählt Rainer die unglaubliche Geschichte, wie sein Dackel den Ring wiedergefunden hat. „Des war scho a unglaublicher Zufall.“

tz

Auch interessant

Kommentare