Bestechungsvorwurf

Augustinum: Ex-Chef sitzt in U-Haft!

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Das Augustinum steht wegen eines möglichen Bestechungsskandals unter Druck – die tz berichtete exklusiv.

München - Der mögliche Schmiergeld-Skandal am Augustinum zieht immer weitere Kreise!

Nachdem die Staatsanwaltschaft am Freitag Ermittlungen im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften der Augustinum-Gruppe bestätigte, folgt nun ein weiterer Hammer: Ein Ex-Chef des Konzerns (4300 Mitarbeiter) sitzt bereits im Gefängnis!

„Ein Verantwortlicher des Augustinums befindet sich seit der zweiten Augusthälfte in Untersuchungshaft“, sagt Peter Preuß, Sprecher der Staatsanwaltschaft München I. Nach tz-Informationen handelt es sich um einen ehemaligen Geschäftsführer – dieser war 18 Jahre lang in der Augustinum-Gruppe angestellt und wurde am 1. April dieses Jahres abberufen, bestätigt Augustinum-Sprecher Matthias Steiner. „Gegen ihn haben wir bereits Strafanzeige wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr gestellt.“

Im Raum steht ein Skandal in zweistelliger Millionenhöhe, an dem der Ex-Chef beteiligt gewesen sein soll. Klar ist momentan nur, dass es bei Immobiliengeschäften zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll, die zunächst intern festgestellt und dann von einer beauftragten Anwaltskanzlei untersucht wurden. Danach meldete sich das Augustinum bei der Staatsanwaltschaft – und unterstützt die Behörden bei der Aufklärung.

Die Ermittlungen könnten sich nach tz-Informationen noch über Monate hinziehen. Denn die bereits zurückliegenden Immobiliengeschäfte sind hochkomplex: Darin verwickelt sind laut Augustinum diverse ehemalige Vertragspartner – auch gegen sie richtet sich der Bestechungsverdacht.

Andreas Thieme

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