Seit Umzug in Neubau

Ägyptisches Museum: Besucherzahlen verfünffacht

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München - Särge, Pharaonen, Keramik aus fünf Jahrtausenden: Seit seinem Umzug in den Neubau haben sich die Besucherzahlen im ägyptischen Museum verfünffacht.

Nach seinem Umzug verzeichnet das Ägyptische Museum in München großen Zulauf. Die Besucherzahlen hätten sich verfünffacht, sagte die Direktorin Sylvia Schoske bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag. „Obwohl es uns seit 40 Jahren gibt, ist das Museum jetzt zum ersten Mal wirklich in die Öffentlichkeit getreten.“ Seit dem Umzug in den Neubau vor einem halben Jahr seien bereits 130.000 Besucher gekommen. Am alten Standort in der Münchener Residenz waren es jährlich nur 50.000.

Anfang Juni hatte das Museum den unterirdischen Bau aus Beton, Stahl und Glas mit 2400 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Münchener Kunstareal eröffnet. Die altägyptischen Kunstwerke sind in verschiedenen Räumen nach Themen wie „Religion“, „Pharao“ oder „Jenseitsglaube“ sortiert. Zwei Räume sind noch nicht eingerichtet. Der erste soll noch dieses Jahr eine 17 Meter lange Vitrine erhalten, die Särge, Reliefs, Kleinkunst und Keramik aus fünf Jahrtausenden altägyptischer Geschichte zeigen wird.

Die erste große Sonderausstellung kommt im Mai. „Tea with Nefertiti“ betrachtet den Mythos um die ikonische Büste der Nofretete. Schoske verspricht: „Es wird keine einfache Kost sein. Es ist eine sehr intellektuelle, aber auch witzige und pfiffige Ausstellung.“ Die Statue der altägyptischen Königin bleibt allerdings auf der Berliner Museumsinsel, sie wird nicht in München zu sehen sein.

Für das neue Jahr hofft die Direktorin auf neue Gäste und mehr „Wiederholungstäter“. Mit wechselnden Vortragsreihen, Führungen und neuen Ausstellungstücken sollen die Besucher angelockt werden. „Wir wollen kein One-Hit-Wonder sein.“

dpa

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