Fast 300.000 Euro weg

Betrüger prellt Rentner um Erspartes

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Mahmut T. aus Berlin machte gestern vor Gericht keine Angaben zu den Vorwürfen.

München - Seit Mittwoch muss sich vor dem Landgericht München II ein Mann verantworten, der mit hohen Gewinnversprechen einen Rentner in den finanziellen Ruin getrieben haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft Mahmut T. (34) aus Berlin vor, Mitglied einer türkischen Bande zu sein, die einen Rentner (75) aus Geretsried fast 300.000 Euro abgenommen hat.

Laut Anklage war der Senior Anfang 2013 von einem angeblichen Staatsanwalt aus Berlin angerufen worden. Der Rentner, so der Anrufer, habe bei einem Gewinnspiel 2,1 Millionen Euro gewonnen. In der Folge riefen angebliche Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Berlin an und brachten den Rentner dazu, verschiedene Beträge per Western Union in die Türkei zu überweisen.

Die Betrüger schafften es laut Anklage sogar, dem Senior Bargeld im Gesamtwert von 264.000 Euro abzuknöpfen – als Vorleistung für Steuern und Bearbeitungsgebühren! „Zwei Mal holte der Angeklagte das Geld bei mir daheim ab“, sagte das Opfer vor Gericht. Im Februar 2014 wurde Mahmut T. in Geretsried festgenommen, als er laut Anklage ein drittes Mal Bargeld abholen wollte.

Der Hilfsarbeiter machte keine Angaben. Obwohl ihm vom Gericht ein Strafnachlass in Aussicht gestellt wurde, wenn er Strukturen und Namen von Bandenmitgliedern nennen würde. Der Prozess geht weiter.

JAM

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