180 Prozent Gewinn versprochen

Betrüger prellte Ehepaar um 2 Millionen

München - Ein mutmaßlicher Betrüger steht seit Donnerstag vor dem Münchner Landgericht. Er soll einem Ehepaar 2 Millionen Euro für ein angebliches Pharmaprojekt abgeluchst haben.

Mit einer Gewinn-Zusage von 180 Prozent soll ein mutmaßlicher Betrüger ein Münchner Ehepaar zur Investition von zwei Millionen Euro in ein angebliches Pharmaprojekt veranlasst haben. Das Geld haben sie verloren - nun steht deshalb der Vorstandsvorsitzende einer Finanzierungsgesellschaft vor Gericht. Seit Donnerstag muss er sich wegen Betrugs vor dem Münchner Landgericht verantworten. Dort stritt der 63-Jährige zum Prozessauftakt ab, dass er das Ehepaar betrügen wollte.

Bei einem Treffen in einem Münchner Nobelhotel im Jahr 2007 war den Eheleuten das Investitionsprojekt vorgestellt worden. Das Paar sagte zu und investierte je eine Million Euro - abgesichert angeblich durch eine Bankgarantie. Die Eheleute vertrauten dem Versprechen des Angeklagten und hofften auf einen Gewinn von je 1,8 Millionen in drei Wochen und die Rückzahlung des Grundkapitals binnen einer Jahresfrist. Tatsächlich wurde das Geld nie investiert.

Der Angeklagte gab zwar seine Teilnahme an dem Treffen zu. Von Pharmaprojekten sei aber keine Rede gewesen. Geraten habe er zu Anlagen in Immobilien, „von 180 Prozent Gewinn habe ich niemals gesprochen“, erklärte er vor Gericht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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