In Korea als Anwalt ausgegeben

Betrüger verurteilt - er lieh sich 50.000 Euro

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Norbert K. (26) lebte in Korea und hatte hohe Schulden.

München - Ein 26-jähriger Jura-Student hat sich in Korea als wohlhabender Anwalt ausgegeben und investierte in Immobiliengeschäfte. Nun kam die Quittung.

Es war ein Lügengebilde, aus dem er nicht mehr herausfand: In Korea gab sich Jura-Student Norbert K. (26, Name geändert) als wohlhabender Anwalt aus und investierte in Immobiliengeschäfte. Am Ende hatte er aber üppige Schulden bei diversen Buchmachern angehäuft, die mehr nicht mehr begleichen konnte.

Er lieh sich vier Mal Geld bei Freunden und Verwandten – angeblich für Visa. Die insgesamt 50 000 Euro zahlte er aber nicht an sie zurück, verstrickte sich in absurde Ausreden. Konsequenz: Noch in Seoul wurde K. verhaftet und nach Deutschland überführt. Nach vier Monaten U-Haft gestand er gestern den Betrug. Dank Verteidiger Sascha Straube und seinem flammenden Plädoyer durfte K. am Ende als freier Mann das Gericht verlassen: Richter Maixner verurteilte diesen zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung und schenkte ihm so eine zweite Chance.

A. Thieme

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