Mit fieser Masche ergaunert

Betrügerinnen verstecken 37.000 Euro Beute im BH

München - Der Münchner Polizei sind zwei Enkeltrick-Betrügerinnen ins Netz gegangen. Die Beute - über 37.000 Euro - hatten die beiden praktischerweise dabei - versteckt im BH.

Vergangene Woche kam es im Stadtgebiet München erneut zu einer Häufung von Enkeltrickbetrügereien. Die Täter gingen dabei immer auf die gleiche, bekannte Art und Weise vor: Über Telefon spielten sie ihren Opfern ein Verwandtschaftsverhältnis vor und forderten anschließend Geld bzw. Schmuck für einen bevorstehenden Immobilienkauf.

Am Mittwochmittag gegen 12 Uhr verständigte die Stadtsparkasse München die Ermittlungsgruppe "Enkeltrick" darüber, dass eine 89-jährige Kundin 20.000 Euro vorbestellt habe, die ihre Nichte Geld für einen Wohnungskauf benötigen würde. Dies kam den Mitarbeitern des Geldinstituts verdächtig vor.

Die informierten Beamten konnten kurze Zeit später vor der Wohnung der Rentnerin eine Tatverdächtige beobachten. Die Übergabe wurde jedoch abgebrochen, da die Beschaffung des Geldes den Tätern offenbar zu lange dauerte.

Die Polizei ermittelte weiter, und im Zuge dessen nahmen die Beamten zwei Tatverdächtige am Hauptbahnhof fest. Dabei handelt es sich um zwei Polinnen, eine 28-Jährige und eine 26-Jährige. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten bei der 28-Jährigen versteckt in einem Büstenhalter 37.200 Euro Bargeld. Darüber hinaus führten beide Tatverdächtige mehrere SIM-Karten und Mobiltelefone mit sich.

Auch das Opfer fand sich schnell: Am Abend des gleichen Tages erstattete ein 74-jähriger Rentner auf der Wache bei der Polizeiinspektion 24 Anzeige, da eine unbekannte Frau 37.500 Euro von ihm ergaunert hatte. Das Geld sei für den Hauskauf seines Neffen bestimmt gewesen. Allerdings habe sich dies als falsch herausgestellt. Das beschlagnahmte Geld konnte nun mit dieser Tat in Verbindung gebracht werden.

Bei beiden Tatverdächtigen ordnete der Ermittlungsrichter des Polizeipräsidiums München Untersuchungshaft an.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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