25 präparierte Tickets

So dreist! Betrug mit Blutflecken auf der Fahrkarte

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Blutiger Abdruck: Der Betrüger machte so den Fahrpreis unkenntlich.

München - Mit einem ekelhaften Trick wollte sich ein Betrüger am Münchner Ostbahnhof bereichern: Er kaufte vergünstigt Fahrkarten und schmierte sein eigenes Blut darauf, um sich den regulären Preis anschließend erstatten zu lassen.

Die Fahrkarte war etwas eklig, die ein 27-Jähriger am Münchner Ostbahnhof vorlegte und sich den Kaufpreis erstatten lassen wollte. Er behauptete, er habe die Fahrt nicht antreten können. Das Ticket, das er in Freilassing erworben hatte, schien korrekt – es prangte halt ein großer Blutfleck ausgerechnet über dem Preisaufdruck. Die Mitarbeiterin des Kundenzentrums erstattete dem Mann trotzdem für den 40-Euro-Fahrschein nach Abzug von Bearbeitungsgebühren 35 Euro.

Darauf zog der 27-Jährige gleich vier weitere Fahrscheine aus seiner Tasche und wollte sich diese erstatten lassen, weil er die Reisen nicht antreten könne. Alle hatten einen Blutfleck an der selben Stelle. Darauf alarmierte die Schalterbeamtin die Bundespolizei. Die durchsuchte den Mann und fand 25 weitere, gleichfalls präparierte Fahrkarten bei ihm.

Der Mann hatte einen regulären Schwerbehindertenausweis, mit dem er die Fahrkarten für nur 20 Euro kaufen konnte. Auf den Preisaufdruck hatte er sein Blut geschmiert und gehofft, so pro Fahrkarte 15 Euro Gewinn zu machen.

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