Polizei warnt

Fiese neue Betrugsmasche beim Onlinebanking

München - Vorsicht beim Onlinebanking: Mit einer fiesen neuen Masche ziehen Betrüger Bankkunden das Geld aus der Tasche. Das Schlimme: Die merken es erst, wenn es zu spät ist.

Die Münchner Polizei warnt eindringlich vor einer neuen Betrugsmasche, der auch in München erste Bankkunden zum Opfer gefallen sind. Berichtet wird von zwei Fällen:

Am 6. August wollte ein 37-jähriger Münchner eine Nachzahlung in Höhe von 2,73 Euro für seine Gasrechnung überweisen. Er stellte am 21. August bei der Überprüfung seiner Umsätze fest, dass statt der 2,73 Euro insgesamt 1.289,73 Euro auf ein tschechisches Konto überwiesen worden sind.

Ähnlich erging es einem 57-jähriger Münchner: Der wollte am 1. August 196 Euro überweisen, musste aber feststellen, dass eine Überweisung in Höhe von 1.960 Euro auf ein Konto in Griechenland getätigt worden ist.

Ermittlungen haben ergeben, dass eine Schadsoftware auf dem Rechner der geschädigten Bankkunden aktiv wird, wenn sich diese auf der Homepage ihrer Bank einloggen und dort eine Überweisung eingeben. Die Daten des Kunden werden komplett übernommen, das Empfängerkonto wird jedoch geändert und der Buchungsbetrag wird trickreich vergrößert, indem Nullen angefügt werden bzw. Kommastellen verschoben werden.

Meist bleibt dies unbemerkt, wenn die Bankkunden nicht sehr genau die Rückmeldung auf ihrem TAN-Generator oder der TAN-SMS ihrer Bank prüfen und die veränderte Überweisung durch Eingabe der TAN freigeben.

Die Polizei weist daraufhin, dass die TAN-Rückmeldungen genau geprüft werden müssen, insbesondere da diese im Zuge der SEPA-Umstellung auch an Übersichtlichkeit verloren haben. Bei Unregelmäßigkeiten sollte unverzüglich die nächste Polizeidienststelle aufgesucht werden.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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