Akten und Daten gesichert

Betrugs-Vorwürfe: Razzia am Institut für Psychiatrie

München - Wurde im Max-Planck-Institut für Psychiatrie falsch abgerechnet? Beamte durchsuchten das Gebäude am Mittwoch.

Großrazzia am Max-Planck-Institut! Am Mittwochvormittag rückten Polizei und Staatsanwaltschaft am Institut für Psychiatrie an der Kraepelinstraße (Schwabing) an. Grund für die Durchsuchung war der Staatsanwaltschaft München I der Verdacht des ärztlichen Abrechnungsbetrugs. Bis zum Nachmittag sicherten die Ermittler Aktenberge. Nach dem Einsatz gab auch das Institut eine Erklärung ab.

Außerdem stand der Vorwurf der Untreue im Raum. Auch elektronische Daten wurden bei der Durchsuchung beschlagnahmt. Festnahmen soll es keine gegeben haben. In seiner Stellungnahme erklärte das Max-Planck-Institut, dass es „seit geraumer Zeit immer wieder anonyme Anschuldigungen“ gegen das Institut geben würde. Die Verantwortlichen des Max-Planck-Instituts würden die Maßnahmen von Polizei und Staatsanwaltschaft ausdrücklich begrüßen, hieß es weiter. Auch, um die Betroffenen zu entlasten. Man werde mit den Ermittlern eng zusammenarbeiten, um „eine restlose Aufklärung aller Vorwürfe zu beschleunigen“. Das Institut hat inzwischen Strafanzeige wegen Rufschädigung gegen Unbekannt erstattet. 

Johannes Heininger

Rubriklistenbild: © dpa

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