Polizei kämpft mit Randalierer, Hund und Herrchen

München - Ein alkoholisierter Hundebesitzer hat am Freitag am Münchner Hauptbahnhof versucht, Bundespolizisten daran zu hindern, einen Randalierer festzunehmen. Dabei kam ihm sein Hund zur Hilfe:

Nachdem der Mann einen der Beamten wüst beschimpft hatte, sollte auch er zur Dienststelle gebracht werden. Dem widersetzte sich der 44-Jährige und lieferte sich eine Rangelei mit den Polizisten. Diese mussten nun mit zwei Renitenten und dem Hund des Betrunkenen fertig werden.

Zu dem Einsatz kam es, nachdem gegen 23 Uhr ein 22-jähriger Usbeke mit einer Bierflasche die Scheibe eines Imbisstandes eingeworfen hatte. Mitarbeiter des nahen Service Points der Deutschen Bahn AG wollten den Mann stellen. Der Täter wehrte sich dagegen und trat einer 23-jährigen Bahnangestellten gegen das Schienbein.

Noch während die alarmierten und sofort herbeigeeilten Bundespolizisten damit beschäftigt waren, den aggressiven Randalierer zu fesseln, mischte sich der bisher unbeteiligte 44-jährige deutsche Hundebesitzer in das Geschehen ein. Als dieser sich ebenfalls der Mitnahme zur Dienststelle widersetzte, kam ihm sein Hund zu Hilfe.

Der angeleinte Mischling (Collie/Pudel) machte dabei selbst einen zunehmend aggressiven Eindruck, bellte laut und sprang die Polizisten und die hinzugekommenen Mitarbeiter von DB-Sicherheit an, sodass die Beamten auch noch das Tier bändigen mussten. Der Hund wurde von einem Bundespolizisten am Boden überwältigt und anschließend mit einer Hundefangstange ebenfalls zur Inspektion verbracht.

Der Randalierer aus Usbekistan wird sich wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten müssen. Auf den Hundebesitzer kommt eine Anzeige wegen Widerstandes sowie Beleidigung zu. Außerdem wird der mit 2,16 Promille alkoholisierte Hundebesitzer seine Tauglichkeit zum Hundeführen überprüfen lassen müssen.

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