Er röchelte ins Telefon 

Betrunkener löst Großeinsatz aus

München - Zunächst schien es ein medizinischer Notfall in einer Wohnung in Schwabing zu sein: Ein Mann rief den Rettungsdienst, röchelte ins Telefon. Als die Helfer nachsehen wollten, rastete er vollkommen aus:

Aufgrund eines Notrufes bei der Rettungsleitstelle am Dienstagnachmittag gegen 14.50 Uhr, wurden Polizeibeamte zu einer Wohnung in der Feilitzschstraße geschickt. Laut Rettungsleitstelle röchelte eine Person ins Telefon, konnte sich nicht weiter artikulieren.

Da trotz mehrmaligen Klingelns und Klopfens niemand öffnete, versuchte die Feuerwehr die Tür zu öffnen. Bevor dies gelang, öffnete ein 44-jähriger Mann die Wohnung. Er wirkte gereizt, aggressiv und stand augenscheinlich unter Alkoholeinfluss.

Der 44-Jährige lallte stark und gab an, nicht bei der Rettungsleitstelle angerufen zu haben. Als die Beamten nachschauen wollten, ob sich eine verletzte Person in der Wohnung befindet, ging der 44-Jährige auf die Beamten los und griff diese an.

Die Polizeibeamten konnten den Angreifer zu Boden bringen. Anschließend wurde er an Händen und Füßen gefesselt, da er sich nicht mehr beruhigte. Danach wurde der Mann zur Polizeiinspektion 13 (Schwabing) gebracht.

Als sich der 44-Jährige allein in der Zelle befand, begann er seinen Kopf mehrfach gegen die Zellenwand und den Boden zu schlagen. Dabei zog er sich eine kleine Platzwunde am Kopf zu. Der verständigte Rettungsdienst konnte nur durch die Hilfe von weiteren Polizeibeamten die Stirnverletzung oberflächlich untersuchen. Aufgrund der weiterhin bestehenden Selbstverletzungsgefahr konnte der Mann nicht in der Zelle bleiben. Es wurde die Einweisung in ein Münchner Krankenhaus angeordnet.

mm

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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