Mit 1,86 Promille unterwegs

Betrunkener U-Bahn-Fahrer verurteilt

München - Der betrunkene U-Bahnfahrer, der am 7. Februar Fahrgäste auf der Linie U1 Richtung Mangfallplatz in Angst und Schrecken versetzt hatte, hat jetzt seine Strafe bekommen.

Der Mann muss 3200 Euro zahlen.

Es war eine Irrfahrt, die der Lokführer Harald K. (46) im Februar hinlegte: Schon am Sendlinger Tor konnte er den Zug nicht richtig stoppen. Hunderte Pendler blieben stehen. Auch an der Fraunhoferstraße hielt der Zug zum Teil im Tunnel. Am St.-Quirin-Platz überfuhr Harald K. ein rotes Haltesignal, der Zug wurde zwangsgebremst. Im Zuckeltempo ging es weiter zum Mangfallplatz, der Endstation. 1,86 Promille hatte Harald K. im Blut.

Jetzt lief das Strafverfahren. Harald K. bekam einen Strafbefehl über 80 Tagessätze zu 40 Euro zugestellt. Damit ist er noch nicht vorbestraft.

Sein Anwalt, der Verkehrsrechts-Experte Lutz Libbertz, ist froh, dass sein Mandant so gnädig davonkam. „Wir haben es geschafft, dass ihm ein großer Strafprozess erspart blieb“, so Libbertz zur tz.

Seinen Job hat der U-Bahnfahrer aber verloren. Er, der sein halbes Leben lang mit viel Freude U-Bahn und Tram gefahren ist, ist seither arbeitslos.

E. Unfried

Rubriklistenbild: © Bodmer

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