Nach dem großen TV-Rückzieher

Das denkt München über Bettina Wulff

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Bettina Wulff steigt aus dem Dienstwagen

München - Erst ist die ehemalige Präsidentengattin Bettina Wulff mit ihrem Buch selbst in die Offensive gegangen, jetzt folgt der Rückzieher. Das denkt München über die Ex-First-Lady:

Was nun, Frau Wulff? Erst als First Lady, dann als Buchautorin (Titel: Jenseits des Protokolls): Bettina Wulff (38) liebte das Rampenlicht — jetzt zieht sie sich überraschend zurück. Ihre geplanten Auftritte in der Talksendung 3 nach 9 von Radio Bremen und der ARD-Talkshow Menschen bei Maischberger sagte Wulff ab. Der Grund dafür ist offensichtlich der Sturm der Empörung, der über die 38-Jährige nach ihrer Buchvorstellung hinweggebraust ist. Die Bild am Sonntag spekulierte, Wulff habe mit den Absagen auch dem Drängen ihres Mannes nachgegeben. Nach Angaben ihres Verlags wird es auch keine Lesereisen und Signierstunden geben. Dies sei angeblich aber von vornherein nie geplant gewesen.

Ex-First Lady mit Tattoo: Das ist Bettina Wulff

Ex-First Lady mit Tattoo: Das ist Bettina Wulff

Einst bezauberte Bettina Wulff die Deutschen mit ihrem Charme, ihr selbstbewusstes Auftreten fand viele Bewunderer – jetzt hat sich die Stimmung gedreht. Laut einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid bei 500 ausgesuchten Personen für die Bild am Sonntag durchführte, halten nur 36 Prozent der Deutschen Bettina Wulff für glaubwürdig, 54 Prozent sind sich sicher, dass sie mit ihrem Buch ihrem Mann schadet. Mitleid mit dem Schicksal der ehemaligen First Lady haben nur 15 Prozent – und ganz bitter: Von den Internet-Gerüchten, die sie mit dem Rotlicht-Milieu in Verbindung bringen, wissen 81 Prozent erst, seitdem Bettina Wulff sich gegen sie wehrt. An ihrem Buch sind übrigens nur fünf Prozent interessiert …

Das denkt München über Bettina Wulff

Drängt sich in den Vordergrund

Für mich ist Bettina Wulff nicht glaubwürdig. Ich denke, dass sie sich mit ihrem Buch nur in den Vordergrund drängen will, so, wie sie sich in ihrer Rolle als First Lady auch immer in den Vordergrund gedrängt hat. Aber wer so jung, hübsch und attraktiv ist, muss wohl so agieren. Ihrem Mann hilft sie damit ganz sicher nicht. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ihr das wichtig ist. Trotz allem war sie mir als Mensch bisher aber nicht un­sympathisch.

Ingrid Hömberg (70)

Alles inszeniert

Ich habe kein Verständnis für diese Frau. Alles, was sie tut, ist inszeniert. Und mit diesem Buch tut sie sich sicherlich auch keinen Gefallen. Das Ehepaar Wulff hat das Amt des Bundespräsidenten dazu genutzt, alles mitzunehmen, was sich angeboten hat. Dass es über Bettina Wulff diese Rotlichtgerüchte gab, ist aber nicht in Ordnung.

Astrid Schiller (52)

Zeit ist vorbei

Meine Mutter hat das Buch gekauft. Mich interessiert es nicht. Ich verstehe auch gar nicht, warum sich Frau Wulff jetzt rechtfertigen will. Die Amtszeit ihres Mannes ist vorbei – und damit auch ihre. Die Wulffs sollten ins Ausland ­gehen – so wie es auch die Guttenbergs getan haben.

Saskia Schumacher (16), Schülerin, und Thomas Konnerth (17), Schüler

Unehrenhaft!

Eigentlich interessiert mich das alles nicht. Aber wenn an den Gerüchten nichts dran ist, hat Bettina Wulff natürlich das Recht, sich zu wehren. Ihr Mann ist aber völlig indiskutabel. Ich kann nicht verstehen, wie er nach diesem Ende den Ehrensold annehmen kann. Was hat sein Verhalten denn mit Ehre zu tun?

Tobias Emmert (39), Architekt

Werden doch veräppelt

Ich bin nach zwei Jahren im Ausland gerade wieder zurück. Und ehrlich gesagt: Wegen solcher Leute wie den Wulffs hab ich Deutschland verlassen. Leider gibt es viel zu viele Politiker, die die Demokratie veräppeln. Bettina Wulff finde ich zwar wirklich hübsch, aber schön ist sie nicht – denn Schönheit ist ja auch eine Frage des Charakters.

Joachim Görbert (25), Ghostwriter & Werbetexter

Ich kaufe das Buch nicht

Bettina Wulff hat ihre Rolle als First ­Lady sehr gut ausgefüllt, sehr dekorativ. Das Buch? Wenn’s ihr guttut… Ihrem Mann wird es aber sicher nicht nützen. Aber ich versteh natürlich, wenn sie sich gegen die Rotlichtgerüchte wehrt. Ich werd mir das Buch nicht kaufen, aber was aus den Wulffs wird, werd ich schon verfolgen.

Gabi Schröder, Steuerberaterin

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