Polizei ist machtlos

Neuer Bettlertrick: "Ein Euro, dann kriegst du"

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Ein Blumenmädchen streckt einem Passanten eine Rose entgegen

München - In München arbeiten die berüchtigten Bettelbanden jetzt mit einem neuen Trick, um den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen. Die Polizei ist machtlos.

Sie gehören mittlerweile zum Münchner Stadtbild: die Bettelbanden aus Rumänien. Frauen mit Kindern, Männer mit Krücken und amputierten Beinen oder Armen. Sie säumen die Gehwege, manche rutschen auch auf den Knien auf und ab. Jetzt gibt es eine neue, eine romantische Masche, Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Junge Mädchen, die mit Rosen durchs Bahnhofsviertel ziehen und sie den Passanten unter die Nase halten.

Im Sekundentakt strecken die Blumenmädchen, den Touristen ihre Rosen entgegen. Manche laufen irritiert weiter, viele bleiben verdutzt stehen. „10 Cent, bitte“, sagen die Mädchen mit einem Lächeln.

Wer die 10 Cent hergibt, bekommt dafür aber noch lange keine Rose. Die Mädels gehen nämlich einfach weiter. „Halt, halt, die Rose will ich aber schon“, ruft ein etwa 40-jähriger Mann den Bettlerinnen nach. „Ein Euro, dann kriegst du“, sagen sie in gebrochenem Deutsch.

„Da steht der Verdacht des Warenbetrugs im Raum“, sagt Polizeisprecher Carlos Gooding. Dutzende Bettelbanden aus Osteuropa sind derzeit im ganzen Stadtgebiet unterwegs. Aggressives Betteln auf Münchens Straßen ist zwar verboten, doch eine Handhabe, das zu unterbinden, hat die Polizei nicht.

Kaum ist nämlich ein Bettler in Gewahrsam, kommt ein gut gekleideter Mann und zahlt anstandslos die verlangte Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro. Die ohne Frage bemitleidenswerten Menschen sind für die Bosse der Bettelbanden nichts anderes als moderne Sklaven. Sie schuften, die Hintermänner kassieren.

JAM

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