Mann stürmt Lokal mit Pistole

Raubüberfall bei Schuhbeck! Täter flüchtig

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Alfons Schuhbecks Gaststätte, das "Schuhbeck's" in der Orlandostraße, ist überfallen worden.

München - Mit Sturmhaube und Pistole hat am Donnerstagabend ein noch unbekannter Räuber die Gaststätte von Koch Alfons Schuhbeck, das "Schuhbeck's", überfallen.

Es zählt zu den schönsten und traditionsreichsten Lokalen Münchens – das Orlandohaus des Münchner Starkochs Alfons Schuhbeck (66) am weltberühmten Münchner Platzl. Doch am Donnerstag um 20.15 Uhr wurde das Orlandohaus ein Tatort: Ein bewaffneter Räuber drang während des Restaurantbetriebs in einen Nebenraum ein, in dem der 37-jährige Schichtleiter gerade die Abrechnung mit einem Kellner gemacht hatte.

Am Fronleichnamstag wimmelte es in der Stadt wegen der Großdemo zum G7-Gipfel nur so vor Polizisten. Auch die Altstadt- Inspektion 11 liegt quasi um die Ecke. All das scheint den kaltblütigen Räuber überhaupt nicht gestört zu haben. Der Mann muss gewusst haben, dass die unauffällige Bürotür im Seitengebäude des Orlandohauses zur Falkensturmstraße keinen Türspion hat und nur auf Klopfen oder Klingeln geöffnet wird.

Nach der Abrechnung mit seinem Chef verließ der Kellner (27) gegen 20.15 Uhr das Büro und ging in den Feierabend. Kurz darauf klopfte es erneut. Arglos öffnete der 37-Jährige die Tür – und blickte in den Lauf einer Pistole! Der mit einer Sturmhaube maskierte Mann dirigierte ihn sofort zum Tresor. Doch der Schichtleiter hatte den Schlüssel nicht. Da raffte der Täter die noch auf dem Tisch liegenden 500 Euro, einen iPod und das Handy des Opfers zusammen und floh hinaus auf die Falkenturmstraße. Dort verlor sich trotz sofort eingeleiteter Fahndung seine Spur. Die Polizei bittet um Hinweise auf den etwa 1,75 Meter, schlanken Mann. Er trug ein langärmeliges, dunkles Oberteil und dunkle Fingerhandschuhe mit Strickmuster. Das könnte rings um das um diese Zeit sehr belebte Platzl aufgefallen sein. Seine Waffe war schwarz. Das Raubkommissariat K21 (Telefon: 089/2910-0) hat die Ermittlungen übernommen.

Schuhbeck selbst hat von dem Überfall nichts mitbekommen, er befindet sich zur Zeit im Ausland. Der Mitarbeiter erlitt jedoch einen Schock: „Wir haben ihm selbstverständlich sofort einige Tage freigegeben, damit er sich wieder erholen kann“, erklärte Restaurantleiterin Angelika Harrer am Freitag bedrückt. Und: „Der neue Türspion für die Bürotür ist bereits bestellt.“

Dorita Plange

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