Bewegender Abschied von Ulrike Hessler

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Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler erinnerte an Ulrike Hessler

München - Freunde, Familie und Weggefährten haben am Mittwoch in München Abschied von Ulrike Hessler genommen. Die ehemalige Chefin der Bayerischen Staatsoper war mit 57 Jahren viel zu früh gestorben.

Ulrike Hessler starb im Alter von 57 Jahren

Ein Gesteck von Sommerblumen in bunten Farben, dazwischen federleichte Blütensträuße und Rosenblätter um den Eichensarg: Eine sonnendurchflutete Markuskirche empfing die große Trauergesellschaft für Ulrike Hessler, die vor einer Woche gestorbene Intendantin der Dresdner Semperoper. Eine heitere Atmosphäre, als hätte sie selber auch hier noch Regie geführt und die Trauernden trösten wollen. Es war wohl nicht einer unter ihnen, der nicht ein persönliches, oft sogar herzliches Verhältnis zur ehemaligen Chefin der Bayerischen Staatsoper hatte.

Das Herz stockte, als hinter Bischöfin Susanne Breit-Keßler drei nun verwaiste Männer vor den Sarg traten: der Ehemann, der Bruder und der Vater von Ulrike Hessler. Mit Liedern, Musik, Gebeten und einer warmen, klugen Predigt von Breit-Kessler gelang es, bei allem Ernst und aller Trauer die Lebende ins Bewusstsein zu rufen. Viel zu früh, dieser Tod mit 57 Jahren? Da half das Bonhoeffer-Zitat vom Leben als Fragment, dem man, wenn es gelingt, noch ansähe, „wie das Ganze eigentlich angelegt und gedacht war“.

Breit-Keßler erweckte mit ihren Worten die fröhliche, begabte, tatkräftige und mit so vielen Gaben gesegnete Ulrike Hessler, die so wunderbar auf Menschen zugehen und sie für die Kunst begeistern konnte. Die Trauergemeinde stand noch lange vor der Kirche zusammen. Tränen flossen, aber auch heitere Erinnerungen wurden getauscht. Mit dabei der ehemalige Chef der Münchner Philharmoniker, Christian Thielemann, Verteidigungsminister Thomas de Maizière, die ehemaligen Intendanten Peter Jonas und Klaus Schultz, die Schwestern Nike und Daphne Wagner, Autor Tilman Spengler, die Komponisten Wilfried Hiller und Walter Haupt, Verleger Dirk Ippen und viele, viele Freunde.

B.K.

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