Stillstand beendet

Bezahlbarer Wohnraum? Wiedergeburt der Genosssenschaften

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Stadtbaurätin Elisabeth Merk sieht viele Vorteile im genossenschaftlichen Wohnungsbau: „Genossenschaften übernehmen Verantwortung und geben Impulse“.

München - Es ist ein altbekanntes Problem in München: Die Bevölkerung wächst, der Wohnraum aber ist begrenzt. Vier neue Genossenschaften könnten jetzt Abhilfe leisten.

Münchens Bevölkerung wächst – und der Wohnnungsbau hinkt hinterher. Seit 2010 ist die Zahl der Einwohner in München um etwa 130 000 gestiegen. Fragen drängen sich auf: Wo sollen die alle wohnen? Und: Wo können sie sich das auch leisten? Jahrzehntelang waren Wohnbaugenossenschaften ein guter Weg, um an bezahlbaren Wohnraum zu kommen. Doch viele nahmen bald keine Genossen mehr oder hatten lange Wartelisten. Das Problem: Neugründungen gab es nicht. Jetzt erlebt das Konzept eine Wiedergeburt: Nach Jahren des Stillstands wurden 2015 schon vier neue Genossenschaften gebildet. Das hat Gründe.

Seit einem Jahr berät die Mitbauzentrale München im Auftrag der Landeshauptstadt Menschen, die gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte planen. Sie erhalten dort eine fundierte Beratung und Hilfe bei der Gründung von Genossenschaften. Offenbar mit Erfolg: Vier Genossenschaften wurden gegründet, 2500 Wohnungen sollen in den nächsten Jahren fertiggestellt werden.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk bezeichnete den genossenschaftlichen Wohnungsbau als „Rückgrat“ des Städtebaus und bedankte sich bei den Pionieren: „Sie sind wichtige Multiplikatoren, um Anderen Mut zu machen!“

Die Genossenschaften tragen Namen wie Kooperative Großstadt, Progeno, Bürgerbauverein München oder Hallo Nachbar!, manche gibt es erst seit wenigen Wochen. Allein im Neubauquartier Prinz-Eugen-Park sollen bald 430 neue Wohnungen entstehen, in Freiham könnten es gar 450 Wohnungen werden. Und das wäre erst der Anfang.

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