Für Azubis und Familien

Lokalpolitiker lehnen Flexiwohnheim ab

Der Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart diskutiert kontrovers über das Mischverhältnis im Viertel und lehnt den Bau eines Wohnheims für Azubis und Familien ab. 

München - Der Bezirksausschuss (BA) Milbertshofen – Am Hart lehnt den Bau eines sogenannten Flexiwohnheims an der Riesenfeldstraße auf Höhe Hagenmillerstraße mehrheitlich ab. In dem Wohnheim sollten vor allem Auszubildende und Familien unterkommen, die sonst keine Wohnung finden. 

Die Lokalpolitiker begründen ihre Entscheidung damit, dass das „Münchner Mischverhältnis“ in Gefahr gerate, weil es in der Umgebung bereits einige Wohnheime gebe oder diese gebaut werden. Der BA hatte schon einmal einen Antrag über den Bau eines Flexiwohnheims in der Riesenfeldstraße vorliegen, schon damals lehnte der BA das Bauvorhaben ab. 

„Auf der kleinen Fläche ist das zu viel des Guten“, bemängelt CSU-Fraktionssprecher Erich Tomsche. Stadträtin Jutta Koller (Grüne) sieht das anders: „Diese Wohnheime gibt es in jedem Stadtteil, wir glauben nicht, dass das für die Mischung unverträglich ist.“ Letztendlich sprach sich jedoch eine deutliche Mehrheit bei der jüngsten Ausschusssitzung gegen das Flexiwohnheim aus und schickt eine ausdrückliche Begründung gleich mit, damit das Bauvorhaben nicht noch ein drittes Mal vorgeschlagen wird.

Auch in Ramersdorf hatten sich die Viertel-Politiker erst kürzlich gegen ein geplantes Flexiheim ausgesprochen. Dort sollten auch anerkannte Flüchtlinge einziehen. 

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cva

Rubriklistenbild: © dpa

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