Biancas Foodblog

Pflichtlektüre für Feinschmecker: Sechs Bücher, die in keinem Regal fehlen dürfen

Fleißige Leserin: Foodbloggerin Bianca Murthy.
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Fleißige Leserin: Foodbloggerin Bianca Murthy.

Foodbloggerin Bianca Murthy verrät ihre Favoriten: Sechs Bücher, die sich Genussmenschen auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

München - Es gibt nur wenige Dinge, die in Sachen Priorität bei mir an Essen (oder essen gehen) heranreichen. Eine Sache steht mit dem kulinarischen Genuss jedoch fast auf gleicher Stufe für mich: lesen. Dass sich die spannende Welt der Bücher auch wunderbar mit dem Thema Kulinarik, Genuss und allen Themen drumherum verbinden lässt, zeigen viele tolle Bücher auf. 

Die folgenden dürfen meiner Meinung nach bei keinem Genussmensch, Foodie und leidenschaftlichem Esser im Bücherregal fehlen. Alle euch empfohlenen Bücher besitze ich und sie landen tatsächlich regelmäßig in meiner Hand zum Nachschlagen, Stöbern und Lesen.

Die Küchenbibel

Eines der Bücher schlechthin für mich und interessanter als jeder Kriminalroman: Die Küchenbibel, welche eine Enzyklopädie mit 15.000 Stichwörtern auf 1.200 Seiten darstellt. Dabei spielt keine Rolle, ob ihr euch super in der Welt der Küche und Kulinarik auskennt, oder einfach nur euer Wissen rund um die Begrifflichkeiten dieser Thematik verbessern wollt. 

Ein Nachschlagewerk, welches mir schon oft geholfen hat und – anders als ein Lexikon – auf unterhaltsame und lehrreiche Art und Weise praktische Informationen aus den Bereichen Essen und Trinken näher bringt. Ein kleiner Teil des Buches widmet sich auch Basis- und Spezialitätenrezepten. Erschienen im Rahmen der SZ Gourmet Edition und Zusammenarbeit mit dem "Genuss Verlag" Tre Torri. Preislich liegt die Bibel bei 80 Euro, diese lohnen sich aber zu investieren, da man immer und immer wieder zu dem Buch greift.

Zungenbekenntnisse

Ein ganz neu auf dem Markt erschienenes Buch (im Brandstätter Verlag), welches sich damit beschäftigt, wie uns unser Geschmacks- und Geruchssinn beim Essen und Genießen beeinflusst und wie wir "trainieren" können, diese Sinne zu verbessern. 

Es wird nicht nur Fragen auf den Grund gegangen, wie "Warum schmeckt der mitgebrachte Urlaubswein zu Hause eigentlich nie so gut wie im Urlaub?", sondern auch mit vielen Eigenexperimenten zum Nachmachen sowie Fakten und Wundern aus der Welt der eigenen Sinne unterhaltsam aufgezeigt, wie vielschichtig unser Geschmack, unsere Sinne und die Lebensmittelsensorik aufgestellt ist. 

Für 22 Euro und 240 Seiten gibt es viel Wissen und zahlreiche Blicke hinter die Kulissen unserer Sinne. In meinen Augen auch ein Muss, das sich leicht und verständlich lesen lässt. Gelesen habe ich es innerhalb von vier Tagen.

Bianca Murthy verrät die Food-Trends des Jahres 2020 - und welche sich letztendlich durchsetzen werden.

Geschmacksschule

Grundsätzlich kann ich euch alle erschienenen Werke der SZ-Gourmet-Edition empfehlen – über sie bin ich großer Tre Torri-Fan geworden. Zu meinen weiteren Lieblingen aus der Reihe gehört daher ganz klar die "Geschmacksschule" von Jürgen Dollase mit 240 Seiten für 40 Euro. 

Was wird geboten? – Wie der Titel des Buches schon verrät, geht es um Geschmack, Geschmacksverläufe und das individuelle Erlebnis "Geschmack" für jeden einzelnen von uns. In diesem Buch bekommt ihr die Möglichkeit eine Art sensorische Reise in Form von fünfgängigen Löffelmenüs zu starten. 

Meisterköche kreierten spezielle Löffelgerichte für das Buch, welche in Kombination durch moderne Rezeptbeispiele ermöglichen, Geschmack neu zu erleben und zu erfahren, wie ausgeprägt Genuss beim Essen wirklich sein kann. Das ideale Buch, für jeden, der sich an neues herantraut und seine eigenen "(Er)schmeck-Grenzen" austesten und neu festlegen will. 

Mein Tipp: Holt euch dafür einen wirklich guten Koch an den Herd, dann macht es viel mehr Spaß!

Come together

Auch neu in den Läden und Online-Büchershops ist "Come together". Eines der Kochbücher, die nicht nur preislich erschwinglich sind (29 Euro für 208 Seiten vom Sieveking Verlag), sondern eines, das ich auch tatsächlich nutze.

Warum gerade dieses Buch? – Einmal, weil ich nicht endlos viele Zutaten für die Rezepte brauche, keine Kochausbildung nachholen muss und – am besten! – nicht viel Geschirr dafür braucht. "Come Together" befasst sich nämlich mit "One Pot"-Gerichten, genauer gesagt wird "Alles aus einem Topf" in Form von 100 Rezepten (...die noch dazu glücklich machen sollen...) angeboten.

Ich habe es probiert und bereits einen Auflauf, einen Eintopf, eine Bowl und ein Curry nachgekocht. Und siehe da, es hat tatsächlich alles mit nur einem Topf/einer Form geklappt. Seitdem reiht sich das Buch zu meinen Favoriten in der Küche. 

Mein Tipp: Lest – auch wenn man das bei Küchenbüchern wohl selten tut – die Einleitung und das Vorwort der Autorin – eine irische Köchin, von der auch alle Rezepte stammen. Dann beschäftigt ihr euch auch mit dem richtigen Hintergrundgedanken mit diesem Thema. Tolles Buch!

WEIN - die große Schule

Wein ist eines der umfangreichsten Themen der Genusswelt und ich schätze, es gibt mindestens so viele Bücher über Wein, wie es Weine gibt. Ein Buch zu dieser Thematik, welches ich ebenfalls nicht in den Katakomben meines Bücherschranks habe verschwinden lassen, ist "WEIN - die große Weinschule" von Jens Priewe, erschienen im ZS Verlag. Das Buch hat 312 Seiten und kostet knapp 30 Euro – dafür ist es vollgepackt mit tollem Wein-Wissen für "jedermann". 

Warum es besser ist als viele andere Weinbücher? – Weil es alles über das komplexe Thema Wein Preis gibt, ohne überzustrapazieren oder gar mehr zu verwirren. Es geht um Weingüter, Weinberge und -keller sowie natürlich auch -sorten und -arten. Das WEIN-Buch ist kein Hokuspokus, sondern leicht und verständlich ge- und beschrieben. Ihr erfahrt vieles zu Themen, die jeder Weintrinker wissen sollte und auch wissen will: Trinktemperaturen für Weine, Weinlagerung, Weinländer und Rebsorten und vieles mehr. 

Ich habe das Buch bereits zweimal im Bekanntenkreis verschenkt – einmal an einen Weinkenner, einmal an einen "Hobbytrinker" und beiden gaben mir recht: ein gelungenes Werk.

Good Karma 

...ja richtig! Ich empfehle euch ein Karma-Buch. Ich gebe zu, am Anfang wäre es wohl auch nicht das erste Buch gewesen, zu welchem ich gegriffen hätte. Jetzt liebe ich es – und das, obwohl es nicht primär um Essen geht, sondern eher in Verbindung mit Karma und Karma-Punkten um den Umgang mit Essen, Rohstoffen, Lebensmitteln, der Natur und unserer gesamten Umwelt. Das Buch verspricht schon auf dem Titel: "Karma Punkte sammeln & Deine Welt verändern". 

Klingt nach Arbeit, macht beim (einfachen) Lesen aber richtig Laune und setzt neue Denkanstöße. Mit nur 168 Seiten (für 20 Euro / Brandstätter Verlag) ist es ein guter Handtaschen-Freund und hat mir in den letzten Wochen immer wieder gute Laune gemacht. In dem Buch legt ihr selbst Hand an, findet auf entspannte Weise heraus, was euch hilft, um entspannter durchs Leben zu gehen und eben dennoch euer Umfeld und eure Umwelt zu achten und bekommt richtig gute Laune. 

Geschrieben ist es von Simone und Adi – die beiden haben auch das dazugehörige Buch "KARMA Food" geschrieben, das ich mir die kommenden Wochen auch näher anschauen werde. Es muss also nicht immer nur und ausschließlich um Essen und essen gehen. (Mein Tipp: Nicht ohne Stift in der Hand lesen. Hier will man ganz automatisch viel markieren und notieren.)

Bianca Murthy

Brunch ist öde? Auf den Buffets ist immer das Gleiche zu finden und Abwechslung ist Fehlanzeige? Ha, von wegen, sagt Foodbloggerin Bianca Murthy.

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