BR-Journalist teilt Foto

Entdeckung in Münchner Supermarkt sorgt für emotionale Reaktion: „So ähnlich muss es im Himmel ausschauen“

Ein BR-Journalist wähnt sich bei seinem Streifzug durch München plötzlich „im Himmel“. Erinnerungen an eine legendäre Satireschrift werden wach.

München - Am Ende hat Alois Hingerl doch bekommen, was er immer wollte. Nach einer erfolglosen Stippvisite im Himmel versumpft der Dienstmann Nummer 172 vom Hauptbahnhof im Hofbräuhaus zu München und vergisst seinen göttlichen Auftrag. Zuvor schien es, als würde er nach dem irdischen Leben auf sein geliebtes Bier verzichten müssen. „Ein Münchner im Himmel“ nannte der bayerische Schriftsteller Ludwig Thoma seine Satireschrift über den „bemitleidenswerten“ Hingerl. Ein BR-Journalist hat sie jetzt neu interpretiert.

München: Foto-Entdeckung in Supermarkt - BR-Journalist hat „Erweckungserlebnis“

Als Korrespondent im Hauptstadtstudio der ARD hat es Arne Meyer-Fünffinger nicht immer leicht, nach Feierabend ein kühles, bayerisches Bier zu ergattern. Einige Berliner Hipster-Bars schenken mittlerweile Tegernseer in 0,33-Liter-Flaschen aus. Aber das kann es ja auch nicht sein.

Gut, dass man als Korrespondent ab und zu auch reisen darf. So konnte BR-Journalist Meyer-Fünffinger bei seinem jüngsten München-Besuch eine Art Erweckungserlebnis erfahren.

Twitter-Foto aus Supermarkt in München: „So ähnlich muss es im Himmel ausschauen“

Auf einem Foto, das Meyer-Fünffinger via Twitter verbreitet hat, ist ein „begehbarer Kühlschrank“ in einem Supermarkt zu sehen. Fein säuberlich aufgereiht und gestapelt zeigen sich dem Betrachter Dutzende Bierkästen der Brauereien Augustiner und Tegernseer - auch zwei Radler-Kisten aus dem Hause Hacker-Pschorr haben sich ins Bild „geschummelt“. „So ähnlich muss es im Himmel aussehen“, ist sich Meyer-Fünffinger sicher.

Ob so ein Antrag auf Rückversetzung nach Bayern klingt? Thomas Kult-Figur Hingerl hatte sich die „Heimkehr“ ins Hofbräuhaus einst vor allem durch sein unflätiges Mundwerk erkämpft - für einen Korrespondenten im ARD-Hauptstadtstudio ist das eher keine Option. (lks)

Eine wahre Geschichte aus dem Hofbräuhaus: 55 Jahre nach ihrem Besuch machte eine US-Amerikanerin ein bemerkenswertes Geständnis

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Hoppe

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