1. tz
  2. München
  3. Stadt

Münchner Frühlingsfest ab dem 22. April: Corona, Bierpreis, Programm - das ändert sich diesmal

Erstellt:

Von: Leoni Billina

Kommentare

Adrenalinkick mit schöner Aussicht im Höhenflug auf dem Frühlingsfest
München: Adrenalinkick mit schöner Aussicht im Höhenflug auf dem Frühlingsfest © Marcus Schlaf

Diesen Freitag (22. April) startet nach zwei Jahren Pause das Frühlingsfest auf der Theresienwiese. Manches wird pandemiebedingt ein wenig anders laufen - trotzdem wird’s ein traditionelles Frühlingsfest.

München - Es kribbelt im Magen, die Beine fliegen durch die Luft, der Wind zerzaust das Haar und man weiß nicht, ob man schreien oder lachen soll – ein herrliches Gefühl! So geht’s einem, wenn man beim Besuch der kleinen Wiesn im XXL-Höhenrausch landet. Zum Glück ist es wieder soweit: Nach zwei Jahren bitterer Corona-Pause startet am Freitag das 56. Münchner Frühlingsfest* auf der Theresienwiese. Vom 22. April bis zum 8. Mai drehen sich die Karusselle auf der Wiesn unter dem Blick der Bavaria.

Münchner Frühlingsfest findet statt: „Es wird alles ein bisschen anders als sonst“

Zurück zur Normalität ist aber noch nicht (ganz) angesagt – denn obwohl allgemein Vorfreude auf das Volksfest herrscht, findet es in Pandemiezeiten mit Regelungen statt. So arbeitete Yvonne Heckl, Organisatorische Leiterin des Frühlingsfests, monatelang an Sicherheits- und Hygienekonzepten. „Es wird alles ein bisschen anders als sonst“, sagt sie, „wir brauchten mehr Platz.“

Bedeutet: Mehr Abstand zwischen Buden und Fahrgeschäften auf der Wiesn, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Straßen sind breiter gehalten und die Stände weiter voneinander entfernt platziert. Außerdem soll es „Verweilflächen“ geben mit Liegestühlen oder Bänken – wer nicht ins Zelt oder kein Geld ausgeben möchte, soll so trotzdem dabei sein können.

München: Rahmenprogramm des Frühlingsfestes geändert

Einen Besucherrekord wünscht sich Heckl nicht – ihr gehe es vor allem darum, dass München* wieder etwas auflebt. Auch das Rahmenprogramm fällt ein wenig anders aus: Statt des Oldtimertreffens unter der Bavaria wird es am 24. April um 10 Uhr einen Corso über den Festplatz geben. Der Flohmarkt vom Bayerischen Roten Kreuz findet nicht wie sonst am ersten Samstag, sondern am 30. April statt. Verkäufer müssen sich vorher anmelden, um einen Stand zu bekommen.

Frühlingsfest in München: Bierpreis bleibt unter 14 Euro

Kulinarisch bleibt’s klassisch: Unter anderem im Münchner Weißbiergarten oder der Karussell-Bar können Besucher das schöne Wetter genießen, im Hippodrom und der Festhalle Bayernland gibt’s Livemusik. Die Münchner können es sich in den Zelten also gut gehen lassen – und gleichzeitig beruhigt sein: Der Bierpreis wird zwischen 11 und 13 Euro liegen, nicht bei den von vielen befürchteten 14 Euro. „Die Brauereien legen ihr Augenmerk darauf, eine Bierpreisbremse wird es aber nicht geben“ sagt Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner.

München: Frühlingsfest ist Probelauf für Oktoberfest

Einem gemütlichen Besuch auf der Theresienwiese steht also nichts im Weg – ob im Herbst dann auch die Wiesn dort stattfinden wird, soll sich kommende Woche entscheiden. Oberbürgermeister Dieter Reiter* (SPD) hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, dass dann eine Entscheidung fallen soll*.

Yvonne Heckl, Organisatorische Leiterin und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner auf dem Frühlingsfest in München.
Yvonne Heckl, Organisatorische Leiterin, und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner auf dem Frühlingsfest in München. © Marcus Schlaf

Für Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner ist das Frühlingsfest auch ein Probelauf für das Oktoberfest. Und eine lang ersehnte Finanzspritze für die Stadt München: „Hotels und Restaurants wollen gefüllt werden“, sagt der Wirtschaftsreferent – deshalb hoffe er, dass auch viele Besucher von Auswärts kommen. Bei einem ist Baumgärtner sich sicher: „Die Leute haben Lust!“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare