Tipps für München und Umgebung

Diese Regeln gelten in bayerischen Biergärten

München - Eine frische Mass und eine zünftige Brotzeit im Biergarten: Mehr braucht's nicht, um die bayerische Seele nach Feierabend glücklich zu machen. Unser großer Biergartenführer gibt einen Überblick für München und Umgebung.

Ein lieb gewonnenes Stück Heimat, Wohlfühloase nach Feierabend und für viele fast schon die Sommerresidenz - das sind die bayerischen Biergärten für viele Einheimische. Und auch Touristen sind von der bayerischen Besonderheit begeistert. Denn was braucht's mehr, als ein schattiges Platzerl auf der Bierbank mit einer bayerischen Brotzeit und dazu eine frische Mass?

Hier geht's zum großen Münchner Biergartenführer

Der Biergarten-Knigge

So besonders die bayerischen Biergärten in Deutschland sind, so speziell sind auch so manche Gepflogenheiten. Wer nicht ganz vertraut ist, mit den bayerischen Benimm-Dich-Regeln, sollte sich die folgenden Tipps zu Herzen nehmen.

"Biergarten-Knigge": Das ist erlaubt

Eigene Brotzeit: In Wirtsgärten ist das Mitbringen von eigenen Speisen nicht erlaubt, im klassischen Biergarten kann die Brotzeit dagegen selbst aufgetischt werden. Das heißt aber nicht, dass man sich Pizza oder Sushi bestellen kann. Der Lieferservice hat im Biergarten nichts verloren!

Selbst ist der Gast: Nicht wundern, wenn nach einer halben Stunde, noch keine Bedienung vorbei kommt. In klassischen Biergärten herrscht Selbstbedienung.

"Pfiati Noagerl": Falls in ihrem Biergarten bzw. Wirtsgarten doch bedient wird, wundern sie sich nicht, wenn die Kellnerin ihren Masskrug mitnimmt, obwohl noch ein Schluck drin war. Der abgestandene Rest, das sogenannte Noagerl, wird nicht getrunken. Der Bayer bestellt sich eine frische Mass!

Auf Du und Du: "Biergärten erfüllen wichtige soziale und kommunikative Funktionen", heißt es in der Biergartenverordnung. Das bedeutet: Zögern Sie nicht ihren Tischnachbarn anzusprechen - und zwar in jedem Fall mit "Du"! Egal ob er einen Designeranzug trägt oder löchrige Jeans.

Prost: Beim Thema Geselligkeit gilt auch folgende Regel: Anstoßen ist Pflicht - nicht nur beim ersten Schluck. Als Faustregel gilt: Rund zehnmal anstoßen pro Mass. Und verweigert wird nicht - auch wenn die Tischnachbarn besonders oft zuprosten.

"Do hoggan de, de oiwei do hoggan!": Die bayerische Geselligkeit hat aber auch seine Grenzen, und zwar bei den Stammtischen. "Do hoggan de, de oiwei do hoggan" (übersetzt: "Hier sitzen die, die immer schon hier sitzen"). Wer über diesen Spruch schon gerätselt hat, dem sei gesagt: Hier handelt es sich um einen Stammtisch - und höchstwahrscheinlich gehören Sie nicht dazu.

Rauchen im Biergarten: Trotz Nichtraucherschutz in Bayern gilt: Rauchen unter freiem Himmel ist erlaubt. Zum guten Miteinander gehört aber trotzdem eine gewisse Rücksichtnahme. Also, qualmen sie empfindliche Sitznachbarn nicht unnötig zu.

Biergartenführer: Alles auf einen Klick

Biergärten gibt es in München und im Umland so einige; da kann man schon mal den Überblick verlieren. Mit unserem Biergartenführer findet jeder sein passendes Platzerl. Dort sind auf einer Münchner Übersichtskarte zahlreiche Biergärten eingetragen und bebildert. Somit sieht jeder auf einen Blick, welche Biergärten in seiner Nähe liegen, egal ob große Publikumsmagneten oder kleinere Geheimtipps. Mit einem Klick auf den jeweiligen "Pin" in der Karte sehen Sie alle Detailinformationen zum ausgewählten Biergarten. Wie viel kosten die Getränke und die Schmankerl, was wird für Kinder geboten, wieviele Sitzplätze gibt es und wie sieht es mit Musik aus? Auf diese und viele weitere Fragen, finden sich in unserem Biergartenführer alle Antworten auf einen Blick. Außerdem können unsere Leser die einzelnen Biergärten mit Sternen bewerten und in Kommentaren ihre Erfahrungen weitergeben. Kennen Sie z.B. den See-Biergarten Lerchenau? Wenn ja, dann bewerten Sie den Biergarten und schreiben Sie Ihre Meinung ins Kommentarfelf.

Also, auf geht's in die Biergarten-Saison!

vh

200 Jahre Biergarten

200 Jahre bayerischer Biergarten

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