Daniel Küblböck: Exklusiv! Oberstaatsanwalt nennt traurige Details zu Überwachungsvideo

Daniel Küblböck: Exklusiv! Oberstaatsanwalt nennt traurige Details zu Überwachungsvideo

Birkenau: Jetzt wird abgerissen

+
Den alten Kutscherhäusern geht es jetzt an den Kragen

München - Der Kampf um die historischen Kutscherhäuser in der Untergiesinger Birkenau ist verloren: Bagger reißen seit Donnerstag die um 1840 errichteten Häuser ab.

Monatelang kämpften Denkmalschützer und Bürgerinitiativen für den Erhalt der beiden historischen Kutscherhäuser in der Untergiesinger Birkenau. Sie wurden neben der Schwabinger 7 zum Symbol des Kampfes gegen Luxusbauten. Der Kampf ist verloren: Bagger reißen seit Donnerstag die um 1840 errichteten Häuser ab.
Das gelbe Kutscherhaus mit der Hausnummer 12 bewohnte zuletzt der 2008 verstorbene Max Pockmair, der als Taxler die bis 1888 zurück zu verfolgende Fiakerei-Tradition seiner Familie in dem Haus fortgeführt hatte. 2009 war im Rahmen des Hausverkaufs der Denkmalschutz für das Gebäude gestrichen worden. Das weiße Haus daneben mit der Hausnummer 10 beherbergte lange die Wirtschaft ­Fiakerheim, in der die Kutscher und später die Taxler ihre Feierabend-Halbe tranken.

Stephan Burger, Vorsitzender der Bürgerinitiative Rettet die Birkenau, ist völlig niedergeschlagen: „Mir bricht es das Herz.“ Mit dem Verlust der beiden Häuser gehe wieder ein Stück Geschichte der kleinen Leute in München verloren. Die Initiative hatte 1250 Unterschriften für den Erhalt gesammelt und eine kulturelle Nutzung der Kutscherhäuser vorgeschlagen.

Die Abrissarbeiten werden sich bis Ende nächster Woche hinziehen. Dann soll gleich mit dem Ausheben der Baugrube begonnen werden. Der Bauherr Uwe Binnberg plant anstelle der Kutscherhäuser einen Zehnparteien-Neubau mit „Familienfreundlichen 3-Zimmerwohnungen zu einem vernünftigen Preis“. Dazu wird an der Straße ein dreigeschossiger Wohnblock hochgezogen, der Innenhof zu großen Teilen überbaut. Im Hinterhof sind zwei Stadthäuser geplant.

Johannes Welte

Das sind Münchens schönste Fassaden

Fassaden München Preise
16 Preise hat die Gutachterkommission im Münchner Fassadenwettbewerb 2010 vergeben. Ein Sieger ist die Amalienstraße 71: Dieser imposante Bau wurde von 1899 bis 1901 von Ludwig Seemüller im Stil der Renaissance erbaut. Bei der Sanierung des fünfgeschossigen Mietshauses in der Maxvorstadt ging es darum, den historischen Baubestand zu sichern und – wo notwendig – zu reparieren. Nach Ansicht der Jury ist diese Maßnahme gelungen und „für den Straßenraum der Amalienstraße von nicht zu unterschätzender Bedeutung“. © Haag
Fassaden München Preise
Astallerstraße 6: Die Neubarockfassade dieses Mietshauses in der Schwanthalerhöhe wurde ausgebessert, das Dach stadt­typisch mit naturroten Ziegeln gedeckt. „Das bringt den architektonischen Wert des Hauses zur Geltung“, so die Jury. © Haag
Fassaden München Preise
Clemensstraße 38/40: Die beiden Mietshäuser in Nordschwabing wurden im späten Jugendstil Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Typisch für diese Bauweise ist der Wechsel von glatten und strukturierten Putzflächen – bei der Renovierung gab man sich große Mühe, den Fassadenputz zu erhalten. Die Jury: „Ein visueller Gewinn!“ © Haag
Fassaden München Preise
Nußbaumstraße 1: „Sieht ja wie vorher aus!“ So beschrieb die Jury die Qualität, mit der die evangelische Bischofskirche St. Matthäus in der Ludwigsvorstadt saniert worden ist. Bei der Renovierung mussten erhebliche Betonschäden repariert werden. Struktur und Farbe seien dabei „dem Original sehr gut angeglichen worden“, so die Jury. Dafür gab es zwar keinen Preis, aber immerhin ­eine ­„lobende ­Erwähnung“. © Haag
Fassaden München Preise
Dom-Pedro-Platz 6: 1904 bis 1907 wurde das Heiliggeistspital in Neuhausen erbaut. Gut zwei Jahre dauerte die Sanierung des städtischen Altenheims – eine „lobende Erwähnung“ seitens der Jury. © Haag
Fassaden München Preise
Friedrich-Herschel-Str. 8: Das denkmalgeschützte Reihenmittelhaus in Bogenhausen wurde 1923 errichtet. Die Eigentümer ließen den Fassadenstuck ausbessern, neue Fenster einbauen und erneuerten Haustüre und ­Garagentor. Die Jury: „Durch die ­mustergültige Renovierung konnte das Gebäude erheblich aufgewertet werden. Eine Bereicherung für Bogenhausen!“ © Haag
Fassaden München Preise
Hans-Sachs-Straße 1: In den 60ern wurden die Zwerchgiebel und Stuckaturen dieses über 100 Jahre alten Mietshauses inm Glockenbachviertel entfernt. Die neuen Eigentümer das alte Erscheinungsbild mit viel Mühe wiederhergestellt. Laut Jury „ein anerkennenswerter Beitrag“. © Haag
Fassaden München Preise
St.-Anna-Platz 2: Stuck und zwei Erker prägten dieses Mietshaus im Lehel, das 1888/89 nach einem Entwurf von Gabriel von Seidl entstand. Die im Krieg zerstörte Fassade wurde nach alten Vorlagen rekonstruiert. Die Meinung der Jury: „Vorbildlich!“ © Haag
Fassaden München Preise
Wilhelm-Düll-Straße 9: Die Fassade dieses historischen Eckhauses in einer denkmalgeschützten Reihenhausgruppe in der Villenkolonie Gern bekam im Rahmen einer Gesamtsanierung ein neues Gesicht. Alte Fotos lieferten die Vorlage für die neuen Fenster, gebrochenes Weiß ersetzt das vorher aufgetragene kräftige Ocker. Die Bewertung der Jury: „Eine solide Instandsetzung, die das Anwesen wieder gut zur Geltung bringt und als Vorbild für die Häuser in der Nachbarschaft dienen kann.“ © Haag
Fassaden München Preise
Auch die Innere Wiener Straße 44 verdient nach Ansicht der Jury den Fassadenpreis 2010. © Haag
Fassaden München Preise
Ebenfalls mit dem Fassadenpreis 2010 geehrt: Die Jahnstraße 48. © Haag
Fassaden München Preise
Auch die Zieblandstraße 14 ist auf der Liste der Fassadenpreisträger. © Haag
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Maximilanstrasse 29 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Agnesstrasse 56 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Cuvilliestrasse 2 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Eisolzrieder Strasse 2 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im JaVorjahr gekürt: Franz-Joseph-Strasse 1 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Grillparzerstrasse 38 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Grillparzerstrasse 51 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Hanauer Strasse 14 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Herterichstrasse 38 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Irmgardstrasse 13 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Ismaninger Strasse 111-115 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Kirchenstrasse 20 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Laplacestrasse 23 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Lothringer Strasse 15 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Mariannenplatz 1 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Mariannenplatz 2 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Jahr 2010 gekürt: Marienplatz 11 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Reichenbachstrasse 22 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Tal 7 (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Biedersteiner Strasse 1a (Fassadenpreis) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Gebelstrasse 2 (Lobende Erwähnung) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: St.-Jakobs-Platz 1 (Lobende Erwähnung) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Seidlstrasse 7-11 (lobende Erwähnung) © Fotos: Planungsreferat
Und diese Fassaden wurden im Vorjahr gekürt: Ungererstrasse 13 (Lobende Erwähnung) © Fotos: Planungsreferat

Auch interessant

Meistgelesen

Eklat: AfD-Politikerin fliegt aus bekannter Münchner Bar - und bekommt 10 Euro
Eklat: AfD-Politikerin fliegt aus bekannter Münchner Bar - und bekommt 10 Euro
Obdachloser Müllmann Max war verzweifelt auf Wohnungssuche - nun gibt es eine Wende
Obdachloser Müllmann Max war verzweifelt auf Wohnungssuche - nun gibt es eine Wende
Sexuelle Übergriffe in München - jetzt greift Taxizentrale zu absolutem Novum
Sexuelle Übergriffe in München - jetzt greift Taxizentrale zu absolutem Novum

Kommentare