Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

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Mögliche Erben

Bislang keine Beschwerden gegen Gurlitt-Testament

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Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist im Grab seiner Eltern beigesetzt worden.

München - Cornelius Gurlitt ist seit mehr als zwei Wochen tot, am Montag wurde er beigesetzt. Was mit seinem Erbe geschieht, ist aber immer noch nicht sicher.

Beim Amtsgericht München sind auch mehr als zwei Wochen nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt keine Ansprüche möglicher Erben eingegangen. Allerdings sei das Gericht auch noch damit beschäftigt, mögliche gesetzliche Erben aufzuspüren und zu informieren, sagte eine Sprecherin des Gerichts am Mittwoch. Gurlitt hatte das Kunstmuseum Bern als Alleinerben seines Besitzes, vor allem seiner millionenschweren Kunstsammlung, eingesetzt. Ob das Museum das Erbe annehmen will, ist noch offen.

Gurlitts Großcousin Ekkehart Gurlitt betonte derweil in der „Bunten“, dass er die millionenschwere Kunstsammlung nicht in der Schweiz sehen will. Für den Fall, dass ihm doch ein Teil des Erbes zufiele, habe er bereits Pläne, wie er der Zeitschrift sagte. Er wolle dann dafür sorgen, „einen erheblichen Teil der Sammlung einem Museum des Freistaates Bayern als Dauerleihgabe zu überlassen“. Er wolle, dass deutsches Kulturgut auch in Deutschland bleibe, „aber doch nicht nach Bern kommt, in die popelige Provinz“.

Ekkehart Gurlitt wirft dem Kunstmuseum Bern Geldgier vor. „Dem Berner Museum geht es in erster Linie um den finanziellen Aspekt, nicht um eine Verantwortung im Hinblick auf Nazi-Raubkunst“, sagte der Fotograf der Zeitschrift „Bunte“. Die Kunstsammlung an sich sei dem Museum nicht wichtig, behauptete er.

Sein Anwalt Wolfgang Seybold bezweifelte außerdem in der Zeitschrift, dass Cornelius Gurlitt bei seinem Testament, das er kurz vor seiner Herzoperation verfasste und bei dem er das Museum als Alleinerben bedachte, im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Dagegen spreche, dass er damals schon unter Betreuung stand.

Gurlitt beigesetzt - Bilder vom Düsseldorfer Nordfriedhof

Gurlitt beigesetzt - Bilder vom Düsseldorfer Nordfriedhof

Gurlitt, der Sohn von Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, und seine wertvolle Kunstsammlung standen monatelang im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über seine millionenschwere Kunstsammlung und mögliche Nazi-Raubkunst. Er war am 6. Mai nach langer, schwerer Krankheit in München gestorben. Am Montag wurde er in Düsseldorf beigesetzt.

dpa

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