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„Amazon crime“: Greenpeace demonstriert gegen Black Friday vor Hauptquartier in München

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Von: Tanja Kipke

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Greenpeace protestiert vor dem Amazon-Hauptquartier in München gegen den Black Friday.
Greenpeace protestiert vor dem Amazon-Hauptquartier in München gegen den Black Friday. © Felix Hörhager/dpa

„Amazon crime“: Greenpeace demonstriert vor dem Hauptquartier von Amazon in München gegen den heutigen Black Friday.

München – Den Morgen des heutigen Black Friday nutzten Aktivisten von Greenpeace, um vor dem Amazon-Hauptquartier in München zu demonstrieren. Ein Foto der Aktion teilte die Organisation um 9 Uhr auf Twitter. Dazu schreibt sie: „JETZT: Greenpeace-Aktivist:innen protestieren gegen die Konsumschlachten am #BlackFriday bei @amazonDE. Dieses Geschäftsmodell befeuert Naturzerstörung und Klimakrise. #AmazonCrime.“

Black Friday: Greenpeace demonstriert vor Amazon-Hauptquartier in München

Auf dem Foto ist zu erkennen, dass mehrere Kletterer die Fassade des Gebäudes erklommen hatten. Sie änderten das Firmenloge von Amazon zu „Amazon crime“. Außerdem hängten sie ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Black Friday. Naturzerstörung als Geschäftsmodell“ an der Glassdade des Gebäudes auf.

Laut Medienberichten sollen rund 25 Aktivisten derzeit vor Ort sein. Vier von ihnen haben ein Google Pin aufgestellt, dazu halten sie ein Schild mit der Aufschrift „Artensterben beginnt hier“. Die Bewertung: 0,0 von 5 Sternen. In der „Beschreibung“ des Ortes ist „Ressourcenzerstörung“ zu lesen.

Black Friday: Verdi fordert bessere Bezahlung für Amazon-Mitarbeiter

Auch Verdi demonstriert am heutigen Freitag gegen den US-Konzern. Verdi forderte von dem US-Unternehmen zum wiederholten Mal bessere Bezahlung für die Mitarbeiter des Versandhandels und die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzelhandels. Amazon hatte die Kritik schon vorab zurückgewiesen und auf Einstiegslöhne inklusive Boni von mindestens 13 Euro pro Stunde verwiesen.

Greenpeace warf dem Unternehmen vor, mit der alljährlichen Rabattschlacht Ende November zu exzessivem Konsum, Verpackungsmüll und Ressourcenverschwendung beizutragen. Unabhängig von dieser Protestaktion betont der Konzern seit einiger Zeit seine Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung und CO2-Belastung. So will das Unternehmen im Frachtverkehr Diesel-Lkw und -Lieferwagen schrittweise durch Elektrofahrzeuge ersetzen. (tkip/dpa)

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