Blackmail im 59:1: Die Konzertkritik

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Der "Neue": Mathias Reetz

München - Perfektes Timing und perfekte Musik: Bei Blackmail stimmte am Mittwoch vieles - auch mit neuem Sänger. Selbst wenn ihm die eine oder andere Eigenschaft seines Vorgängers abgeht.

Biergarten oder Blackmail? Geht problemlos beides an diesem Mittwochabend im äußerst vorsommerlichen München. Schließlich fängt die weltbeste Indie-Rockband aus Koblenz erst um viertel nach zehn an im gut gefüllten 59:1-Club am Stachus. Perfektes Timing nennt man das.

Perfekte Musik gibt's sowieso, wo Blackmail auftauchen. Auch ohne den charismatischen Ex-Sänger Aydo Abay stimmt die Mischung aus Zorn und Zerbechlichkeit. Klar hat Nachfolger Mathias Reetz nicht die Bühenpräsenz und Ausstrahlung Abays. Aber stimmlich gibt's nicht das Geringste auszusetzen. Und Kurt Ebelhäuser ("Musikalische Grenzen gab und gibt es für Blackmail nicht. Alles ist möglich, solange es keine Scheiße ist“) reicht als Blickfang sowieso vollkommen. Wie der Hüne seine dunken Restlocken schwingt, die Akkorde lässig von oben greift und zwischendurch entspannt eine raucht, das ist Entertainment für Genießer.

Ansagen? Überbewertet.

Der Schwerpunkt des Sets liegt natürlich auf dem sonnigen neuen Album "Anima Now!" Gleich acht der fünfzehn Songs des Abends stammen von der allseits hochgelobten Scheibe, vielleicht zwei, drei zuviel; der eine oder andere Klassiker mehr hätte der Stimmung bestimmt nicht geschadet.

Vielleicht ja beim nächsten München-Besuch. Blackmail leben! Das ist die schließlich die Hauptsach'.

Ludwig Krammer


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