Gute Nachricht für Skaterszene 

Neuauflage für Bladenight: Mit diesem Sponsor soll sie wieder durch München rollen

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Münchens Skater haben Grund zur Freude.

Darauf hat Münchens Skatergemeinde kaum noch zu hoffen gewagt: Nach zweijähriger Zwangspause soll die Bladenight 2019 wieder auf Münchens Straßen zurückkehren. Ein neuer Hauptsponsor machts möglich.

Beim Veranstalter Green City hält man sich bedeckt, will die frohe Botschaft weder bestätigen noch dementieren. Doch nach Informationen unserer Zeitung wird hinter den Kulissen bereits der Neustart vorbereitet – mit einem Partner im Rücken, der sportliche Expertise und Finanzkraft vereint: Der Sportartikelhersteller „K2 Sports“ aus Washington wird als neuer Sponsor gehandelt. 

Im Jahr 2016, bereits unter erheblichem Finanzdruck, hatte Green City zum letzten Mal Europas größte Nacht-Skate-Veranstaltung gestemmt. Doch weil die AOK als Hauptsponsor absprang, mussten die Organisatoren im Februar 2017 verkünden: „Die Bladenight wird es bis auf Weiteres nicht mehr geben.“ Ein bitterer Entschluss ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Veranstaltung volljährig geworden wäre. Seit 1999 waren in den Sommermonaten einmal wöchentlich tausende Skater zur nächtlichen Fahrt über eigens gesperrte Straßen zusammengekommen. Das Spektakel zählte zu den größten Breitensport-Aktivitäten im Land und transportierte auch eine politische Aussage: Münchens Straßen gehören nicht den Autos allein.

Zwar war die Teilnehmerzahl im Lauf der Jahre von durchschnittlich 15 000 auf zuletzt kaum mehr als 6000 gesunken, doch dieser harte Kern blieb der Bladenight über all die Jahre treu.

In den Anfangsjahren wütete insbesondere die CSU im Rathaus noch gegen die nächtlichen Straßensperren. Während der politische Gegenwind langsam abebbte, wuchs die Finanznot. Skaten, so mussten die Organisatoren erkennen, war bei potenziellen Sponsoren gegenüber jüngeren Trendsportarten ins Hintertreffen geraten. Und ganz ohne Sponsor geht es nicht, auch wenn viele Teilnehmer fleißig Starterbändchen für zwei Euro kauften. Auf rund 110 000 Euro pro Saison summierten sich zuletzt die Nettoausgaben für Genehmigungen, Aufwandsentschädigung der Helfer und Verwaltung.

Eine Summe, die dem Sportartikel-Riesen K2 keine Probleme bereiten dürfte. Seit 2017 gehört K2 Sports zu Kohlberg & Company. Neben Skiausrüstung produziert K2 unter anderem auch Snowboards und Inlineskates. K2 Skates ist in Deutschland in dieser Sparte der Marktführer.

Lesen Sie auch: Ausgerollt: Blade Night findet nicht mehr statt

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