Blasmusik für Robbie Williams in München

München - Bayerischer Defiliermarsch für Robbie Williams: Bei der Premiere des Zeichentrickfilms “Cars 2“ am Donnerstag in München ist der britische Superstar von einer Blaskapelle empfangen worden. So ging's weiter:

Die ersten jugendlichen Fans belagerten bereits am Donnerstag Mittag den Mathäser Filmpalast, während ihre braven Freunde noch die Schulbank drückten. Egal, so eine Chance bekommt man wohl nur einmal: Mit Robbie Williams ins Kino gehen! Allerdings mit gut tausend anderen Fans – und sie alle wollten nur eines: Einen Blick, ein Lächeln, ein Foto oder gar ein Autogramm des Mannes erhaschen, der schon vor 20 Jahren Teenies auf der ganzen Welt in Extase versetzt hat und dessen Charme und Anziehungskraft seitdem nur noch zugenommen haben: eben Robbie Williams!

Premiere von "Cars 2": Robbie Williams in München

Premiere von "Cars 2": Robbie Williams in München

Einen Tag vor dem heiß ersehnten Take-That-Konzert in der Münchner Olympiahalle jettete der 37-jährige Superstar schon mal an die Isar, um die Deutschlandpremiere des neuen Animationsfilms Cars 2 aus dem Hause Pixar zu krönen. Warum? Weil er zusammen mit dem US-Countrysänger Bad Paisley den Film-Song Collision of Worlds beigesteuert hat.

„Ach, Robbie, der hat doch den Charme gepachtet, egal wie alt er ist. Wir Frauen werden doch immer seine Fans bleiben“, schmachtete Premierengast Nova ­Meierhenrich, bevor Robbie überhaupt zu sehen war. Klar ist die Schauspielerin wegen dem Superstar da, aber auch „weil ich total auf Autos stehe und ein Riesen-Formel-1-Fan bin.“

Als hätte er die Worte gehört, schlenderte Robbie himself, pünktlich um sieben Uhr wie angekündigt, über den grauen Plastikteppich. Die ganze schäbige Schlossstraße entlang, hinein ins Kino. Zwanzig Minuten lachte und scherzte er mit seinen Fans, gab Autogramme auf Karten und T-Shirts, zeigte, was er verdammt gut kann: Entertainment!

„Wow, ich habe schon Kopfschmerzen von dem ganzen Gekreische“, sagte er betont bescheiden. Und dann machte er ein Geständnis, was alle weiblichen Fans dahinschmelzen ließ: „Meine Frau und ich, wir wollen Babys haben. Das ist der Plan für das nächste Jahr.“ Noch dazu gestand er, dass er nicht mal einen Führerschein besitzt, aber ein guter Beifahrer seiner Frau ist. Einfach verdammt süß! Wer bleibt da schon unberührt? „Also, mein Typ ist er ja nicht“, gestand Ariadne, eine Ex-Freundin von Lothar Matthäus. Na ja, die Geschmäcker sind eben verschieden...

Doch auch wenn Robbie natürlich der Star aller Stars an diesem Abend war, bekam er hochkarätige Unterstützung auf dem Teppich. Von Thomas ­Kretschmann zum Beispiel, der für die Premiere extra seine Dreharbeiten zu einem neuen Dracula-Film in Italien unterbrochen hatte. Hier wie dort spielt er – natürlich – den Bösen, vielmehr spricht er in Cars 2 den fiesen Professor Z, eine üble Schrottkarre, die das edle Rennauto Lightning McQueen am Sieg des World Grand Prix hindern will und mit seinen Schergen in eine internationale Spionage-Affäre verwickelt ist. Seine Gegenspieler sind neben Lightning McQueen auch Neuspionin Holly Shiftwell, die von Martina Hill (Switch Reloaded) synchronisiert und bei der Premiere vertreten wurde, und Rick ­Kavanian, der mit italienischem Charme den kleinen Fiat Luigi spricht.

Ebenfalls bei der Premiere dabei: Schauspieler ­Dieter Landuris: („Mein Vater handelte mit Autos und ich erkenne heute noch jedes Modell sofort.“); DJ John Jürgens kam mit zwei seiner drei Kinder und bewunderte Williams für seinen ungeheuren Erfolg. Auf dem Rücksitz hatte Comedian Florian Simbeck schon mal die Jungs von Take That: „Früher habe ich mal als Chauffeur gejobbt und da durfte ich Take That fahren, wow!“

Für alle, die nicht bei der großen Premiere waren: Der neue Film von John ­Lasseter (Toy Story) läuft seit Donnerstag in den Kinos.

Ann-Catherin Karg/TB/MZ

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