Ein Blick in den neuen Augustiner-Biergarten

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Die neuen Hütten stehen, am 1. Mai geht’s los: Dann eröffnet der Augustinerkeller in der Arnulfstraße den gesamten Biergarten wieder

München - Sogar die "Befreiungshalle" im Augustiner wurde runderneuert: Einer der liebsten Biergärten der Münchner erstrahlt pünktlich zum schönen Wetter in neuem Glanz.

Einen besseren Zeitpunkt für die Wiedereröffnung des Augustinerkellers hätte sich das Wirts-Ehepaar Christian und Petra Vogler nicht wünschen können. Nach dem verregneten April kündigt sich zum Ende der Bauarbeiten endlich warmes und sonniges Biergartenwetter an. Sechs Monate dauerten die Arbeiten im Vorfeld des doppelten Jubiläumsjahrs (200 Jahre Biergarten und 150 Jahre Augustinerkeller in der Arnulfstraße). Es wurden neue Standl gebaut, alles ist unterkellert.

Das neue Untergeschoss birgt mehrere Kühlräume sowie eine Küche, die den Selbstbedienungsbereich versorgt. Sechs neue Kastanien sorgen für angenehm kühlen Schatten. Auch das Team hat sich vergrößert: Die Voglers haben acht zusätzliche Köche und Schankkellner eingestellt für maximal rund 5000 Gäste.

Die tz hat sich am Mittwoch schon vor der offiziellen Eröffnung am 1. Mai umgeschaut.

Christian Gipfel

Neue Küche und Standl

Die auffälligste Änderung sind die neuen Küchen-Standl. Hier wurde ­eine komplett neue Küche inklusive großem Ofenblock errichtet. „Wir können bis zu 80 Schweinsbraten und 160 Hendl gleichzeitig zubereiten“, sagt der Küchenchef Wolfgang Reithmeier. Besonders umweltfreundlich: das moderne Wärme-Rückgewinnungssystem, das den Energieverbrauch drosselt. Die alte Brotzeithüttn wurde ebenfalls in die Standl integriert.

Fasskühlzelle

Die Größe der Fasskühlzelle hat sich mehr als verdoppelt. Statt der bislang 15 Hirschen können hier jetzt bis zu 36 der berühmten 200 Liter Augustiner-Holzfässer lagern – direkt neben den Flaschen für den neuen Weißbierausschank. Auch der Ganterbock, auf dem das frische Bier gezapft wird, wurde noch einmal vergrößert. Im Keller unter dem neuen Fasskühlhaus befindet sich zudem eine neue unterirdische ­Damentoilette.

Die Befreiungshalle

Das Klohäusl mit den Pissoirs und dem stolzen Namen „Befreiungshalle“ ist Kult. Doch zuletzt hatte der Zahn der Zeit arg an dem Häuschen ohne Dach genagt. Petra Vogler: „Gerade die alten Kupferrinnen waren von Löchern zerfressen und nicht mehr richtig sauber zu kriegen.“ Deshalb wurde die Befreiungshalle auf der rechten Seite des Haupteingangs neu errichtet – selbstverständlich mit dem Original-Namensschild.

Der große Münchner Biergarten-Führer

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