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Blinde Frau begrapscht? 30-Jähriger am Hauptbahnhof soll Hosen herunter gelassen haben - Verstörende Details

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Von: Andreas Thieme

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Victor O. (30) musste sich am Landgericht verantworten
Victor O. (30) musste sich am Landgericht verantworten © SIGI JANTZ

Erst im Juni musste Victor O. (30) wegen Exhibitionismus vor Gericht. Doch danach wurde er erneut straffällig: Weil er eine blinde Frau belästigt haben soll, wurde ihm nun erneut der Prozess gemacht.

München - Lässig lehnt Victor O. (30) auf der Anklagebank des Landgerichts. Von den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft will er nichts hören und winkt ab. Doch, was der Nigerianer getan haben soll, ist schwerwiegend. Laut Anklage begrapschte er am Hauptbahnhof eine blinde Frau.

Bereits am 10. Mai 2019 soll sich der schlimme Vorfall ereignet haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Frau einen Blindenstock und eine Blindenbinde getragen haben. Victor O. verwickelte sie in ein Gespräch , als er laut Anklage plötzlich unvermittelt ihre Jacke öffnete, um ihr T-Shirt wegzuschieben. Danach soll er „Ich liebe dich“ gesagt haben.

München: Blinde Frau am Hauptbahnhof belästigt - 30-Jähriger jetzt vor Gericht

Für die Frau ein Schock! Sie konnte nicht wissen, dass der 30-Jährige an einer paranoiden Schizophrenie leidet und als schuldunfähig gilt. Für ihn geht es am Landgericht nun um die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie. Dort war er im November 2019 bereits untergebracht und entblößte sich dort vor einer Pflegerin. Bei einer Polizeikontrolle im Asylheim bedrohte er später auch einen Polizisten. Vor Gericht geht es nun um die Frage, ob Victor O. eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.

Dafür spricht, dass er bereits im Juni vor Gericht musste. Doch im aktuellen Prozess beteuerte der Arbeitslose: „Ich habe die Frau nicht berührt.“ Er wird vertreten von Münchner Rechtsanwältin Christina Keil. Noch insgesamt sechs Verhandlungstage hat das Landgericht München I für den Fall terminiert, bis am 29. September schließlich das Urteil fallen soll. Für Victor O. geht es in dem Prozess um viel: Wird er verurteilt, bedeutet das den Verlust seiner Freiheit. Er müsste dann dauerhaft in die Psychiatrie.

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