132 statt 50 Stundenkilometer

Blitz-Aktion: Polizei zieht positives Fazit

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München - Die Münchner Polizei hat ein überwiegend positives Fazit ihrer einwöchigen Schwerpunktaktion gegen Raser im Straßenverkehr gezogen.

3008 Temposünder erwischte die Polizei, ein zunächst stattlich klingender Wert. Allerdings waren die Autofahrer offenbar deutlich langsamer als sonst unterwegs. Die Quote der beanstandeten Verkehrsteilnehmer lag laut Polizei bei 1,7 Prozent – die übliche Durchschnittsquote liegt bei 3 Prozent.

Erfreulich: Auch die Zahl der Verkehrsunfälle lag mit 103 um 8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ebenso ging die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten um ein Drittel auf 12 zurück. 101 Autofahrer wurden angehalten, da sie keinen Gurt angelegt hatten. Vier Personen fuhren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Trauriger Spitzenreiter der Aktionswoche war ein 54-jähriger Autofahrer, der an der Eichenauer Straße in Aubing mit 132 statt der erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs war. Er muss sein Auto nun für drei Monate stehen lassen, zudem bekam er ein Bußgeld von 680 Euro sowie vier Punkte in Flensburg aufgebrummt. Kurz darauf erwischte die Polizei an derselben Messstelle einen zweiten Raser, der 94 Stundenkilometer schnell war. Er erhielt einen Monat Fahrverbot, 200 Euro Geldbuße und vier Punkte in der Verkehrssünderdatei.

In Bayern hat die Polizei bei dem Blitz-Marathon in einer Woche etwa 25.000 Raser erwischt.

Angelo Rychel

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