Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Wetter-Chaos

Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich

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Eisregen ließ die Scheibe dieses Autos auf der A95 gefrieren.

München - Für die Münchner hat der Mittwochmorgen ungemütlich begonnen – der Winter hat München im Griff. Die tz zeigt die eiskalten Brennpunkte der Stadt.

Spiegelglatte Straßen und Fußwege, vereiste Autoscheiben, Blechschäden, ein umgekippter Laster und eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Für die Münchner hat der Mittwochmorgen ungemütlich begonnen – der Winter hat die Stadt im Griff. Bereits am Dienstagmorgen war ein Radfahrer (54) in der Balanstraße gestürzt und wenig später in der Klinik gestorben. Die Polizei vermutet auch hier: Glätteunfall! Die tz zeigt die eiskalten Brennpunkte:

Ein Autofahrer aus Solln enteist am Morgen seine Scheibe.

A95: Gegen fünf Uhr fing der Regen an, sagt Anton Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. „Minus drei Grad, die Straßen waren sofort spiegelglatt!“ Von Garmisch-Partenkirchen nach München, alle paar Meter standen Autos mit Warnblinker auf dem Standstreifen. Zeitgleich gab es eine Warnmeldung für Gefahrenguttransporte, die von der Straße sollten, bis sich die Situation entspannt haben würde. Fünf Unfälle bilanziert Huber. „Zum Glück wurde niemand verletzt.“

A96: In der Nacht kippte im Stadtgebiet ein Lastwagen wegen Glatteis um. Zwischen Blumenau und Laim hatte Tropfwasser von einer Fußgängerbrücke zu einer Eisfläche auf der Straße geführt. Daraufhin geriet das Gespann ins Schleudern, der Anhänger des Lasters kippte um. Die A96 in Richtung München blieb über Stunden gesperrt, Schaden: rund 20.000 Euro.

Viel Arbeit für Krankenhäuser: Besonders im Südwesten der Stadt war die Lage heftig. Die Kreisklinik Fürstenfeldbruck verzeichnete „auffallend“ mehr Patienten in der Notaufnahme, die auf dem Weg zur Arbeit gestürzt sind. Auch in Starnberg kam es vermehrt zu Platzwunden, Prellungen und Brüchen.

Pannenhelfer: Der ADAC rückte in sechzig Fällen aus. Sprecher Stefan Dorner stellte einen „erhöhten Einsatz“ an diesem Mittwochmorgen fest.

tos

Lokführer warnte Fahrgäste via Facebook

Andreas Schuster.

Blitzeis auf den Straßen - und auch auf den Bahnsteigen ist es teils spiegelglatt. Eine gefährliche Situation, dachte sich Andreas Schuster (40), seit vier Jahren Lokführer bei der S-Bahn. Also postete der Gröbenzeller (Lkr. Fürstenfeldbruck) spontan bei Facebook eine Warnung - die mittlerweile rund 100 mal geteilt wurde. „Bitte sagt euren Kindern (gilt auch für Erwachsene) die sollen an den Bahnhöfen und Haltepunkten auf den Bahnsteigen nicht rennen und wirklich den Sicherheitsstreifen benutzen“, schreibt er. Die Bahnsteige seien stellenweise „sauglatt“. Mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern fahre er an einen Bahnsteig hin, so Schuster. Wenn Kinder dann rumrennen würden oder Erwachsene deutlich vor dem Sicherheitsstreifen rumständen, werde es ihm als Lokführer „ganz anders“.

Denn einen Unfall wollen Schuster und seine Kollegen auf jeden Fall vermeiden. Der 40-Jährige ist alleinerziehender Papa, hat eine 13-jährige Tochter, Larissa. Und die fährt jeden Tag S-Bahn. „Um sie mache ich mir natürlich Sorgen - so kam ich auf die Idee zu dem Facebook-Post.“ Von der positiven Reaktion auf seinen Eintrag war Schuster überrascht. Er sei eben der Typ, der sage, wenn ihm etwas auffalle. Und wer weiß, vielleicht schreibt er auch das nächste Mal wieder einen Facebook-Post.

wei

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