Verschärfte Kontrollen

Blitzer-Marathon in München: So lief der Auftakt

Blitzer-Marathon
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München - Der Blitzer-Marathon in Stadt und Landkreis hat begonnen. Bis 29. Juli heißt es verschärft: Fuß vom Gas!

„An 20 besonders gefährlichen Stellen führen wir bis nächsten

Dienstag ­Verkehrskontrollen durch“, sagt Andreas Schaumaier (47), Leiter der Verkehrsabteilung bei der Münchner Polizei. 30 Beamte der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützen die Kollegen vom Verkehr. Zusätzlich kontrollieren die örtlichen Polizeidienststellen verstärkt in der Nähe von Schulen und Kindergärten. Schaumaier: „München ist, auf die Einwohnerzahl gerechnet, auf diesem Gebiet die sicherste deutsche Großstadt. Wir wollen, dass das auch so bleibt.“

Auf was achten die Polizisten besonders? Auf Geschwindigkeitsübertretungen, Fahren mit dem Handy am Ohr und die Anschnallpflicht. Man will „Bewusstsein schaffen für sicheres und rücksichtsvolles Fahren“.

So laufen die Kontrollen ab: Am Straßenrand parkt ein Zivilfahrzeug, den Kofferraum voll modernster Technik. Die Raser werden geblitzt. 500 Meter weiter steht die Kontrollstelle. Polizistin Bernadette Bamberger (21) winkt Verkehrssünder raus. Papiere anschauen, dann kassieren. Wer nicht „punktet“, kann auch gleich zahlen.

Roland Deeg (46) beobachtet derweil mit dem Fernglas die heranfahrenden Autos. Jetzt ist es zu spät, sich anzuschnallen oder das Handy wegzulegen. Dem Auge entgeht nichts. Deeg meint: „Wir stehen hier oft. Leider halten sich trotzdem noch nicht alle an die Verkehrsregeln.“

Das mit der Blitzaktion eingenommene Geld landet beim Freistaat.

Hier wird geblitzt

Ingolstädter Straße

Leopoldstraße

Dachauer Straße

Verdistraße

Landhuter Allee

Landsberger Straße

Fürstenrieder Straße

Würmtalstraße

Heckenstaller Straße

Herterichstraße

Ottobrunner Straße

Grünwalder Straße

Rosenheimer Straße

Tegernseer Landstr.

Chiemgaustraße

Putzbrunner Straße

Karl-Marx-Ring

Wasserburger Landstraße

Kreillerstraße

Berg-am-Laim-Straße

Etwas zu flott

Etwas zu flott war Michael Jaschunsky (20) in seinem Ford Fiesta

Etwas zu flott war Michael Jaschunsky (20) in seinem Ford Fiesta unterwegs. Polizistin Bernadette Bamberger (21, r.) zieht ihn raus.

unterwegs. Polizistin Bernadette Bamberger (21, r.) zieht ihn raus: 66 km/h, erlaubt sind 50. Das macht 25 Euro. „Ich dachte, hier wären 60 erlaubt“, entschuldigt sich der Fahrer, „Aber natürlich habe ich Verständnis für die Kontrolle.“ Glück im Unglück: Jaschunsky ist noch in der Probezeit. Ein paar km/h mehr, und ein Aufbauseminar hätte gedroht. „Das wäre großer Mist gewesen. Glück gehabt!“

Alles zum Glück nur Routine

Was ein Schreck! „Ich hab die Polizei gesehen und mir gedacht: Was

habe ich denn jetzt falsch gemacht? Ich bin ja nicht zu schnell gefahren.“ Polizistin Katharina Bachmeier (20, r.) beruhigt sie sofort: „Nur eine allgemeine Verkehrskontrolle.“ Susanne Rong zeigt ihre Papiere, den Verbandskasten und die Warnweste und darf in ihrem Audi Cabrio gleich weiter düsen.

P. Maluska

Kuriose Blitzer-Bilder

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden.
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen.
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
Prozession der Biker
Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig. © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt. © dpa

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