Blutspur am Porsche: Ist alles nur gestellt?

Der Blutfleck an M.s Porsche.

München - Es ist sein Blut – so viel steht jetzt fest: Die Schmierspur auf dem Lack des schneeweißen Porsche stammt von Peter M. (48). Das ganze Szenario jedoch wirkt seltsam gestellt.

Der Tankstellen-Chef verschwand am Montag unter dubiosen Umständen. Um 7.45 Uhr verließ er die Tankstelle, um 2000 Euro Wochenend-Einnahmen am Automaten in der HypoVereinsbank am Herkomerplatz einzuzahlen. Seither fehlt jede Spur von ihm. Mittags wurde sein Porsche unverschlossen und mit steckendem Schlüssel auf dem Kundenparkplatz der Bank gefunden. Die leere Geldmappe lag auf dem Weg zur Bank, ebenso M.s Geldkarte. Am Porsche klebte eine schwache Blutspur.

Das ganze Szenario jedoch wirkt seltsam gestellt, und die Spuren passen nicht so recht zusammen. Aus diesem Grund rückt die Möglichkeit in den Vordergrund, dass sich M. ins Ausland abgesetzt haben könnte. Als Motiv könnten Schulden in Frage kommen. Die Geschäfte mit Tankstelle und seinem Car-Cleaning-Service liefen scheinbar nicht mehr so gut.
Dennoch hielt der in zweiter Ehe verheiratete Peter M. den hohen Lebensstandard seiner Familie (große Autos, Hochzeit in Las Vegas, Traumreisen nach Mauritius, großes Haus …) in den vergangenen Jahren aufrecht. Wie das zusammenpasst, versucht die Mordkommission gerade zu klären. Die Möglichkeit eines Verbrechens wird dennoch nicht außer Acht gelassen.

Peter M.s Ehefrau hat das gemeinsame Wohnhaus in Landsham bei Pliening (Kreis Ebersberg) momentan verlassen. Am Mittwoch ließ sie dort auch die vier Katzen der Familie abholen. Die Tiere leben jetzt auf dem Gnadenhof von Gut Aider­bichl – für immer?

Dorita Plange

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