Thomas Müller überrascht Schwabinger Kinderklinik

Blutkrebs: München lässt sich für Noah typisieren

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tz-Reporter Florian Fussek (r.) bei der Blutentnahme für den zwölfjährigen Noah. Bei dem Buben wurde Blutkrebs diagnostiziert.

München - Noah führte ein ganz normales Leben, spielte leidenschaftlich gerne Fußball - bis zur Schockdiagnose kurz vor Weihnachten: Blutkrebs! Seine letzte Chance ist eine Knochenmarkstransplantation. Für ihn hat sich am Samstag unter anderem tz-Reporter Florian Fussek typisieren lassen.

Der zwölfjährige Noah hat Blutkrebs.

Ein kurzer Pieks, dann ist es vorbei. Ein kurzer Stich, der aber Leben retten kann. Hoffentlich auch das des kleinen Noah (12). Hunderte Münchner haben sich am Samstag für den Schwabinger Buben typisieren lassen!

Doch bis jetzt hat sich kein Spender gefunden. Niemand der 25 Millionen weltweit erfassten Menschen passt zu ihm. Daher veranstaltete die Stiftung Aktion Knochenmarkspende die Aktion auf dem Marienplatz. Zahlreiche Münchner kamen, um etwas von ihrem Blut zu geben und Teil der weltweiten Datenbank zu werden. Sollte dann eine Übereinstimmung entstehen, kann man - wenn man möchte - Knochenmark spenden. Es ist Noahs große Hoffnung.

Übrigens: Wer die Aktion am Samstag verpasst hat, findet alle Infos zur nächsten Aktion auf www.bayern-gegen-leukaemie.de. Die tz sprach mit einigen Spendern über ihre Hilfsbereitschaft:

Da muss ich durch

Dagmar Projic (38), Bedienung aus München.

Noah muss man einfach helfen! Ich habe selber ein Kind und würde deshalb sofort spenden. Eigentlich hasse ich zwar Nadeln und Blut, aber da musste ich durch. Als nächstes hole ich mir dann einen Organspende-Ausweis.
Dagmar Projic (38), Bedienung aus München

War schon Spenderin

Katharina Velt-Rösner (33), Lehrerin aus Schwabach

Ich habe bereits Knochenmark gespendet. Als ich erfahren habe, dass ich als Spender in Frage komme, war das schon ein komisches Gefühl. Zwei Jahre später hab ich dann auch das Mädchen kennengelernt, für das ich gespendet hatte.
Katharina Velt-Rösner (33), Lehrerin aus Schwabach

So rettet man Leben

Stella Rumpf (21), Studentin und Jessica Schwimmbeck (21), Kinderpflegerin, aus München.

Wir wollten das schon immer machen! Schließlich kann das Leben retten. Einen Organspende-Ausweis haben wir bereits!
Stella Rumpf (21), Studentin und Jessica Schwimmbeck (21), Kinderpflegerin, aus München

Thomas Müller: Der Weltmeister überrascht Kinder

Meisterlicher Besuch: Thomas Müller überraschte die jungen Patienten der Schwabinger Kinderklinik nach dem Heimspiel gegen den FC Augsburg.

Ihr Alltag ist von Krankheit und regelmäßigen Klinikbesuchen geprägt. Der FC Bayern München und der Verein „Menschen für Kinder“ haben am Samstag acht jungen Patienten der Schwabinger Kinderklinik unvergessliche Stunden beschert. Höhepunkt: Nach dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (0:1) besuchte Weltmeister Thomas Müller höchstpersönlich die Kinder, die sich das Bundesliga-Derby in der Allianz Arena von einer Loge aus ansehen durften. Sie leben mit Nierenerkrankungen und Diabetes, meistern ihren Alltag heldenhaft. „Die Kinder leisten Großartiges, sind aber trotz der Erkrankung meistens fröhlich und gut gelaunt“, freut sich die betreuende Ärztin Dr. Katharina Warncke. Fußball spielt bei den kranken Kindern eine ganz wichtige Rolle. Er trägt dazu bei, das Leben etwas schöner zu machen. Auch der FC Bayern hat daran großen Anteil.

joh

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