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Bluttat in Pasing: 37-Jähriger sticht Ex-Freundin ins Gesicht

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Von: Nadja Hoffmann

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Hier kam es zu dem Großeinsatz: die Puccinistraße in Pasing.
Hier kam es zu dem Großeinsatz: die Puccinistraße in Pasing. © Markus Götzfried

Großeinsatz der Polizei in Pasing: Dort ist es am Montag zu einem Beziehungsdrama gekommen. Ein 37-Jähriger hat seine Ex-Freundin und deren neuen Bekannten mit einem Küchenmesser attackiert. Die Bluttat kostete beinahe ein Menschenleben.

Beschaulich geht es normalerweise zu an der Puccinistraße im Norden Pasings: hübsche Mehrfamilienhäuser, gepflegte Vorgärten. Eine friedliche Szenerie, in die das viele Blaulicht am Montagabend nicht passt. Doch um kurz vor 19 Uhr kommt es es hier zu einem Großeinsatz der Polizei, mehr als 20 Streifenwagen sind in den Westen Münchens geeilt. Der Grund dafür: ein blutiges Beziehungsdrama, in dem es nur Verlierer gibt. Ein Türke mit Wohnsitz in München ist mit einem Küchenmesser auf seine Ex-Freundin und deren neuen Bekannten losgegangen. Kurz nach der Attacke hat er sich selbst gestellt.

Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus

Als der 37-Jährige in die Polizeiinspektion am Olympiapark gegangen ist und damit die umfangreiche Fahndung nach ihm selbst beendet hat, war die Tat gerade mal 40 Minuten her. Der Gesuchte wurde vorläufig festgenommen, er kam im Laufe des Folgetags vor den Haftrichter. Er wird sich nun dafür verantworten müssen, warum er den Bekannten seiner Ex, ein 29-jähriger Türke mit Wohnsitz in Augsburg, fast um sein Leben gebracht hätte. Die Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

37-Jähriger stellt sich nach Tat selbst

Was war geschehen? Der 37-Jährige war mit der 36-Jährigen nach Polizeiinformationen über mehrere Jahre hinweg ein Paar. Die Beziehung brach auseinander – und das erst vor nicht allzu langer Zeit. Am Montagabend verbrachte die Frau ihre Zeit mit dem neuen Mann. Ob der Ex damit nicht zurechtkam, dass es einen neuen Bekannten gibt, müssen die Ermittlungen zeigen. Fakt ist, dass der Friseur um 18.50 Uhr in der Wohnung der Ex mit einem Küchenmesser zugestochen hat. Damit verletzte er den 29-Jährigen immer wieder im Oberkörper. Der Augsburger war, als die Rettungskräfte eintrafen, nicht mehr ansprechbar. Er schwebte sogar in Lebensgefahr. Die 37-jährige Frau traf die Klinge mehrfach im oberen Bereich ihres Gesichts. Beide Opfer wurden ins Krankenhaus gebracht, wo sie weiter behandelt werden müssen. Der 29-Jährige schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Küchenmesser gilt als mutmaßliche Tatwaffe

In der Wohnung in der Puccinistraße haben sofort umfangreiche Spurensicherungs- und Ermittlungsarbeiten begonnen. Die Spezialisten des Kommissariats 11 für Tötungsdelikte müssen nun klären, was genau zu der blutigen Attacke geführt hat. Ob es an dem Abend eine Verabredung gab, oder der Friseur die Wohnung seiner Ex im Zorn gestürmt hat. Auch war am Dienstag noch nicht klar, ob der Mann das Messer, das für die Polizei als vermutliche Tatwaffe gilt, bei sich hatte oder er in der Küche seiner ehemaligen Lebensgefährtin spontan zugegriffen hat.

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