BMW-Miteignerin Klatten sagt zur mutmaßlichen Erpressung aus

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Die Münchner Quandt-Erbin Susanne Klatten hat am Dienstag gegen den mutmaßlichen Betrüger Ernarni Barretta ausgesagt.

Rom - Mehr als zwei Stunden lang hat die Münchner Quandt-Erbin und BMW-Miteignerin Susanne Klatten am Dienstag in Pescara beim Prozess gegen den mutmaßlichen Betrüger Ernarni Barretta und seine Komplizen ausgesagt:

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Wie italienische Medien berichteten, muss sich Barretta wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, die reiche deutsche Frauen betrog, vor dem Gericht in der Abruzzen-Stadt verantworten.

Dem Besitzer eines Landhotels wird unter anderem vorgeworfen, Drahtzieher der Erpressung Klattens zu sein. Er soll die Milliardärin 2007 bei intimen Treffen mit dem bereits verurteilten Schweizer Helg Sgarbi fotografiert und gefilmt haben. Mit dem Material sollen die Männer die Quandt-Erbin um insgesamt sieben Millionen Euro erpresst haben - bis sie im September 2007 die Beziehung mit Sgarbi, der mehr Geld forderte, beendete und zur Polizei ging.

Die Milliardärin erklärte in Pescara, Barretta nie kennengelernt zu haben, bestätigte aber eine Beziehung zu Sgarbi, der sich ihr als Erfolgsmann vorgestellt habe. Während des Prozesses wurde ein Zettel übergeben, den österreichische Polizisten bei Barretta beschlagnahmt hatten - er enthielt den Medienberichten zufolge unter anderem die Telefonnummer von Sgarbi sowie drei Nummern, die Klatten gehören.

Sgarbi wurde 2009 in München zu sechs Jahren Haft verurteilt. Er war des gewerbsmäßigen Betrugs und der versuchten gewerbsmäßigen Erpressung schuldig gesprochen worden. Barretta war im Juni 2008 unter dem Verdacht festgenommen worden, der Kopf einer Organisation von Betrügern zu sein, die mit Sgarbi zusammen gearbeitet haben soll. Außer Klatten sollen die Kriminellen mehrere Frauen um insgesamt 9,4 Millionen Euro betrogen haben.

dpa

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