Zum fünften Geburtstag

Neue Attraktionen für die BMW-Welt

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Im Bereich der BMW-Tochter Husqvarna können die Besucher auf den Motorrädern probesitzen

München - Die BMW-Welt ist mittlerweile beliebter als Schloss Neuschwanstein. Pünktlich zum fünften Geburtstag hat BMW sein wichtigstes Marketingzentrum um einige Attraktionen erweitert.

In der BMW-Welt dreht sich (fast) alles um Autos und Motorräder, ihre junge Geschichte erinnert allerdings eher an eine Rakete: Seit der Eröffnung 2007 pilgern jedes Jahr zwei Millionen Besucher in den futuristischen Glaspalast am Mittleren Ring – macht unterm Strich bislang zehn Millionen. Damit stellt die BMW-Welt sogar Neuschwanstein in den Schatten, ist zu Bayerns wichtigstem Touristenmagneten avanciert. Und der soll künftig sogar noch stärker werden: Pünktlich zum fünften Geburtstag hat BMW sein wichtigstes Marketingzentrum um einige Attraktionen erweitert.

„Künftig können die Besucher alle Marken der BMW-Gruppe unter einem Dach erleben“, erklärten die Vorstandsmitglieder Ian Robertson und Harald Krüger am Mittwoch bei der Präsentation des neuen Konzepts. Das heißt konkret: In der BMW-Welt gibt es nun auch eigene Bereiche für Mini, Rolls-Royce, BMW-Motorrad und Hus­qvarna. Am nächsten Wochenende wird die erweiterte Ausstellung mit einem großen Geburtstagsfest gefeiert – ganztägig samt einem Unterhaltungs- und Mitmachprogramm. Näheres zum Event gibt’s im Internet unter www.bmw-welt.de.

Zu den Kosten der Ausstellungserweiterung äußerten sich die BMW-Bosse nicht. Sie betonten allerdings, dass die Reform dringend erforderlich gewesen sei. Robertson: „Viele unserer Besucher kommen aus aller Welt, manche schon zum dritten, vierten oder fünften Mal. Sie erwarten einfach von der BMW-Welt, dass sie darin alle unsere Marken sehen können.“ Das unterstrich auch sein Kollege Krüger, der im BMW-Vorstand für Mini verantwortlich ist: „Jedes sechste verkaufte Fahrzeug der BMW-Gruppe ist inzwischen ein Mini.“

Das ist die BMW-Welt

Ganz billig war das prestigeträchtige Bauprojekt nicht: 500 Millionen Euro hat BMW in die BMW-Welt investiert (auf dem Foto oben links). Sie wurde im Sommer 2007 nach vier Jahren Konstruktionszeit eröffnet. Zuvor hatten Spezialfirmen unter anderem 4000 Tonnen Stahl verbaut. Allein das Dach ist so groß, dass man damit den ganzen Markusplatz in Venedig bedecken könnte. Die 3600 Solarzellen nehmen eine Fläche von 6300 Quadratmetern ein. Der Großteil der Besucher kommt aus Deutschland – insgesamt 59 Prozent, darunter 37 Prozent aus Bayern. Selbst aus den USA reisen viele Auto-Fans extra an, um die BMW-Welt zu erleben (13 %). Das Gebäude dient nicht nur als Ausstellungs-, sondern auch als Auslieferungszentrum. Allein 2011 wurden in der BMW-Welt 18 000 Autos an ihre Käufer übergeben, davon 2000 Karossen an Kunden aus Amerika.

Andreas Beez

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