Spitzel-Skandal

Spionage-Prozess: Ex-BND-Mann hat leicht unterdurchschnittlichen IQ

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Der frühere BND-Mitarbeiter Markus R.

München - Es ist einer der größten Spitzel-Skandale der Nachkriegszeit: Markus R. arbeitete für den BND – und spionierte ihn für die USA aus.  

Der in München wegen Landesverrats angeklagte frühere BND-Mitarbeiter hat nach Angaben einer Sachverständigen einen leicht unterdurchschnittlichen Intelligenzquotienten von 82. Zugleich berichtete die Psychologin Karoline Pöhlmann am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) von Hinweisen auf berufliche Unzufriedenheit bei dem Angeklagten und einer „Sehnsucht“ nach Nervenkitzel. Entsprechende Angaben von Markus R. hätten sich in Tests bestätigt.

Die Anklage wirft dem gelernten Bürokaufmann Spionage für die CIA und den russischen Geheimdienst vor. Es geht um Landesverrat, die Verletzung von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit. Zwischen 2008 und 2014 soll er geheime Dokumente weitergegeben und dafür Geld bekommen haben. Seit Mitte November steht der Mann deshalb in München vor Gericht.

Markus R. hat die Taten eingeräumt - und diese mit Frust, Langeweile, Unterforderung und Unzufriedenheit an seinem Arbeitsplatz beim BND begründet - und mit „Nervenkitzel“ und „Abenteuerlust“. „Ich wollte was Neues, was Spannendes erleben“, hatte er wörtlich vor Gericht gesagt.

dpa

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