Bock belästigt Frau: Jetzt spricht Irmengard (76)

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Das "Versöhnungsfoto": Irmengard E. besucht den Geißbock im Tierheim

München - Die 76-jährige Münchnerin Irmengard E. wurde beim Frühsport plötzlich von einem Geißbock verfolgt. Die Feuerwehr musste eingreifen. Der tz schilderte sie die tierisch lustige Verfolgung.

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Geißbock verfolgt Frau - Feuerwehr greift ein

Irmengard E. traute ihren Augen kaum: Da stand ihr doch tatsächlich ein Geißbock gegenüber! Wie an jedem Morgen war die 76-Jährige aus Englschalking mit Hund Rocco auch am Samstag beim Nordic Walking. Der Bock fand an ihr Gefallen: „Er folgte mir auf Schritt und Tritt bis zum Haus!“

Es war kurz nach 7 Uhr, als ihr das Tier an der Ecke Hoyerweg/Düppeler Straße begegnete. „Rocco hat nicht gebellt“, erzählt die sportliche Rentnerin der tz. „Aber der war vorsichtig und hat respektvollen Abstand gehalten.“ Sie ging ohne Angst auf den herrenlosen Ziegenbock zu: „Ich habe mit ihm geredet.“ Das hat das bärtige Tier offenbar als Aufforderung zum Nordic Walking verstanden: Er folgte ihr.

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„Rocco ist vorangegangen. Wenn ich stehen geblieben bin, ist der Bock auch stehen geblieben. Bin ich weitergegangen, ist er mir wieder gefolgt“, erzählt die Seniorin. So ging das knapp zwei Kilometer lang – bis zu ihrer Haustür. „Er ist mir bis in den Garten gefolgt.“

Wer so anhänglich ist, muss Hunger haben. „Ich habe ihn mit Karotten, einem Apfel und Brot gefüttert. Er hat mir aus den Hand gefressen.“ Der ziemlich streng riechende Geselle wollte auch zu ihr ins Haus. „Er stieß mit den Hörnern an die Terrassentür, deshalb haben wir den Rollladen runtergelassen.“

Was tun? Die ratlosen Eheleute E. riefen die Polizei, die wiederum die Feuerwehr. Die Besatzung eines Löschfahrzeugs nahm den Bock an die Leine, was dieser ohne Widerstand über sich ergehen ließ. Die Feuerwehrleute hoben ihn in den Löschwagen und brachten ihn ins Tierheim. Tierpflegerin Carmen lobt: „Die Feuerwehrleute haben sich rührend um den Bock gekümmert.“

Das Tier bekam erst einmal einen Platz in einer leeren Pferdebox. Am Kraftfutter mümmelt der Geißbock eher lustlos herum. „Das kennt er wohl nicht“, vermutet Carmen. „Aber auf Karotten ist er ganz scharf.“

Wie geht es weiter mit dem langbärtigen Gesellen? Erst mal werde er tierärztlich untersucht, sagt Carmen. Der bisher namenlose Bock hat nämlich eine Triefnase und muss ab und zu niesen. Außerdem ist er relativ mager. Sollte sich kein Besitzer melden, habe eine Kollegin schon mal Interesse an dem Tier angemeldet, sagt Carmen. „Er könnte aber auch in unserem Streichelzoo unterkommen – zusammen mit zwei Eseln und drei Ziegen.“ Allerdings hätte das für den Ziegenbock dann einschneidende Folgen: „Wir müssten ihn kastrieren.“

Eberhard Unfried

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