Lukas G. mixte Muskelaufbaupräparate

Er hatte ein geheimes Dopinglabor in der Wohnung

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Lukas G. (28) auf der Anklagebank des Amtsgerichts: Er verkaufte Dopingmittel.

München - Er träumte von Muskeln und einem stählernen Körper – am Ende brachte ihn sein Body-Building-Wahn auf die schiefe Bahn. Jetzt ist Lukas G. wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz angeklagt.

Weil der Kölner Physiotherapeut Lukas G. (28) im großen Stile verbotene Muskelaufbaupräparate mixte und sie über das Internet auch an Münchner Jugendliche verkaufte, musste er sich am Freitag vor dem Münchner Amtsgericht verantworten. Anklage: Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz durch unerlaubten Medikamenten-Verkauf.

Der Fall: Über Jahre baute Lukas G. ein geheimes Anabolika-Labor in seiner Wohnung auf – zwischen Mai 2008 und Februar 2011 besaß er 54 Kilogramm an Doping-Rohstoffen und verkaufte 23 000 Ampullen verbotener Präparate. Rund 2000 Euro brachte ihm das jeden Monat.

„Ich hatte völlig den Bezug zur Realität verloren“, sagte G. vor Gericht. Er gestand umfassend und gab auch zu, dass die Steroide geflockt waren (also mit Krümeln in der Flüssigkeit), was zu tödlichem Blutstau führen kann. „Ein besonders schwerer Fall“, bilanzierte Richter Anton Winkler und verurteilte Lukas G. zu fünf Jahren und drei Monaten. Der umarmte sogleich seine Anwältin. Denn: Der Haftbefehl wird außer Vollzug gesetzt, weil G. der Polizei wichtige Infos über Mittäter gab. Nun darf er als Freigänger nach Köln zurück.

A. Thieme

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