Betroffene bekommen Geld zurück

Abschlepp-Abzocke: Klinik muss zahlen!

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Abgeschleppt in Bogenhausen: Andreas und Wolfgang B. bekommen einen Teil der Kosten zurück

München - Schlappe für die Abschlepp-Abzocker und ihre Auftraggeber: Das Klinikum Bogenhausen sowie ein Supermarkt müssen einen Großteil der Abschleppkosten zurückzahlen, die eine von ihnen beauftragte Abschlepp-Firma in Rechnung stellte.

Das geht aus zwei Urteilen des Münchner Amtsgerichts hervor. Laut Rechtsanwalt Dirk Gründler können nun rund 6000 weitere betroffene Autofahrer aus dem Raum München ihre Abschleppkosten zurückfordern, so lange die Fälle nicht länger als drei Jahre zurück liegen.

Einer der Betroffenen war Andreas B. (24) aus Ismaning. Als er seinen Vater Wolfgang (52) am 11. Mai 2011 am Klinikum Bogenhausen abholte, wurde sein Auto abgeschleppt. Er musste 297,50 Euro bezahlen, damit er sein Auto wiederbekam. Zu viel, so die Ansicht des Amtsgerichts, das nur 120 Euro für angemessen hält. Das Klinikum muss als Auftraggeber der Abschleppfirma 177,50 Euro an Kläger Andreas B. zurückzahlen und auch die Verfahrenskosten tragen (Az. 452 C 25253/12).

In einem zweiten Verfahren hatte eine 39-Jährige gegen einen Supermarkt geklagt, der ihr Auto durch die gleiche Firma hatte abschleppen lassen. Sie hatte die erlaubten Parkzeit auf dem Kundenparkplatz knapp überschritten. Die Frau musste 250 Euro bezahlen, forderte 130 Euro zurück. Auch sie bekam Recht (Az. 452 C 25254/12).

Gegen die Urteile ist keine Berufung mehr möglich. Rechtsanwalt Gründler, der in beiden Fällen die Kläger vertrat, hat Musterschreiben zum Download auf seine Homepage hochgeladen, mit denen Betroffene ihr Geld zurückfordern können (www.ragruendler.de).

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