Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus

Zwischenfall in London - Polizei evakuiert Bahnhof Oxford Circus

Täter wollte Einbruchserie starten

Beutezug vereitelt: Dieser Promi-Fotograf schnappte Einbrecher übers Handy

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Bei Fashion-Shows in der ersten Reihe: Promi-Fotograf Dylan Don. Seine Wohnung in der Mauerkircherstraße wird mit Kameras überwacht.

Ein technisch bestens ausgerüsteter Promi-Fotograf hat fern der Heimat zwei Einbrecher in seiner Wohnung in der eleganten Mauerkircherstraße gestoppt. Er reagierte so schnell, dass die Polizei die offensichtlich völlig ahnungslosen Täter noch in der Wohnung im Herzogpark festnehmen konnte.

Dylan Don (37) ist in der ganzen Welt zu Hause. Der Sohn des verstorbenen Münchner Filmproduzenten Karel Dylan (geboren 1947 in Prag, verstorben 2014 in München, sein Grab befindet sich auf dem Alten Bogenhausener Friedhof) hat in der internationalen Fashionwelt einen guten Namen. Er sitzt oft in der ersten Reihe der weltberühmten Laufstege in Mailand, New York oder Los Angeles. Bekannte Models und angesagte Designer setzten auf sein geschultes Auge. Weil er viel reist, lässt er sämtliche Zimmer seiner Wohnung im ersten Stock des Mehrfamilienhauses in Bogenhausen von IP-Kameras überwachen, die auf jede Bewegung reagieren, Fotos bzw. Filme machen und diese offenbar auch live in Echtzeit auf sein Smartphone schicken.

In welchem Teil der Welt Dylan Don am Mittwochabend war, ist der Polizei nicht bekannt. Auf seinem Smartphone aber sah der Fotograf um 19.35 Uhr zwei ihm unbekannte Männer, die gerade im Begriff waren, sein Münchner Schlafzimmer zu durchwühlen! Über Notruf 110 verständigte er die Polizei, die bereits kurz darauf die erfolgreiche Festnahme vermeldete. Bei den Tätern handelt es sich um einen Bosnier (50) und einen 47-Jährigen aus Mazedonien. Beide hatten offenbar nicht gemerkt, dass sie live gefilmt wurden. Der ältere der beiden Männer ist bei der Polizei schon hinreichend und einschlägig bekannt. Beide sitzen bereits in U-Haft.

Mit der Festnahme der Profis haben Dylan Don und die Polizei möglicherweise in dieser Nacht eine Einbruchsserie verhindert: Im Auto der Täter – einem Golf – fanden Polizisten eine ganze Liste prominenter Adressen. Dylan Dons Wohnhaus stand an erster Stelle.

So funktioniert die Überwachungs-App

Netzwerkkameras oder auch IP-Kameras (Abkürzung steht für Internet-Protokoll) sind für Menschen geeignet, die während ihrer Abwesenheit wissen möchten, was in Haus, Wohnung, Gartenlaube oder Ferienhaus vor sich geht oder was Hund und Katz’ gerade so treiben. Einfache Systeme gibt es bereits für unter 100 Euro im Fachhandel. Aufwendigere Systeme, die im Freien vor der Haustür oder auf der Terrasse installiert werden, müssen Frost, Hitze und Feuchtigkeit aushalten und können je nach Ausstattung mehrere Hundert Euro kosten. Für die Installation werden lediglich ein Internetanschluss und ein Router benötigt. Die Apparatur kann entweder mit einem Kabel mit dem Router verbunden oder kabellos über Wlan betrieben werden. Danach muss man die Kameras nur noch im Raum ausrichten. Bewährt hat sich die Steuerung über Apps, die die meisten Hersteller anbieten. Per Smartphone hat man weltweit Zugriff auf Fotos, Filme, Zoom- und Alarmfunktionen sowie Live-View in die eigenen vier Wände. Sollte die Kamera von Einbrechern zerstört werden – kein Problem: Bis dahin hat die Linse schon längst alles gefilmt... 

Dorita Plange

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