Diskussionen nehmen kein Ende

Kita-Chaos am Prinz-Eugen-Park: Grünen machen Stadt Vorwürfe

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So soll das neue Quartier am Prinz-Eugen-Park aussehen.

Die Planungen für eine neue Kindertageseinrichtungen im Neubaugebiet Prinz-Eugen-Park kommen nicht so recht voran. Doch was sind die Gründe dafür? Die Grünen geben der Stadt die Schuld. 

München - Die Diskussion um neue Kindertageseinrichtungen im Neubaugebiet Prinz-Eugen-Park nimmt kein Ende. Jetzt monieren die Grünen im Stadtrat, dass in der frisch sanierten Grundschule Knappertsbuschstraße Kita-Gruppen einziehen sollen – womit in dem gerade sanierten Gebäude erneut Umbauten nötig würden. Zudem beklagen sie zum wiederholten Mal eine mangelnde Planung seitens der Stadt.

Seit vergangenem Jahr entsteht auf dem 30 Hektar großen Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne ein neues Quartier mit etwa 1800 Wohnungen. Zur schulischen Versorgung wurde das neue Schulgebäude an der Ruth-Drexel-Straße 27 errichtet. Genutzt wird die dreizügige Grundschule bisher von Schülern der Knappertsbusch-Grundschule – welche wiederum gerade saniert wurde. Wegen zu geringer Schülerzahlen wird es auch im kommenden Schuljahr keine eigene Grundschule an der Ruth-Drexel-Straße geben. So bleibt vorerst alles wie bisher. Die so lange frei stehenden Räume in der Grundschule an der Knappertsbuschstraße werden jetzt für sechs Kindergartengruppen genutzt, wie das Bildungsreferat auf Anfrage bestätigt.

Bereits im Herbst 2017 begann der Ärger

Begonnen hatte der Ärger um die Kitas schon im Herbst 2017. Damals wurde klar, dass die Zahl der Kinderbetreuungsplätze nicht reicht. Einerseits, weil weit mehr Wohnungen für Familien als bis dato angenommen im neuen Wohngebiet gebaut werden. Andererseits, weil die meisten der sechs Kitas, die in Gebäuden von Gewofag und GWG öffnen werden, erst 2020 bezugsfertig sein werden. Pläne, eine provisorische Containeranlage auf einer Grünfläche zu errichten, hat die Stadt nach großen Protesten verworfen.

Mit dem Bezirksausschuss Bogenhausen wurden vor ein paar Tagen Lösungsansätze für die Kita-Misere erörtert. So gäbe es die Möglichkeit, an zwei Standorten, darunter auch der Bürgerpark Oberföhring, Container aufzustellen. Allerdings braucht man dafür Baugenehmigungen. Ob das bis Herbst machbar wäre, ist fraglich. Als schnellste Lösung bleibt die Knappertsbuschschule – die nun auch umgesetzt werden soll.

Übergangs-Kindergarten soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen

Große Umbauten sind laut Bildungsreferat dafür nicht nötig: Größte Veränderung sei aus Sicherheitsgründen ein Austausch der Heizkörper – wovon später auch die Schulkinder profitierten. An den Toiletten werden vorübergehend Podeste errichtet. Zudem gehe es um kleinere Dinge wie Fingerklemmschutz an den Türen und einen Zaun mit Klingel um das Areal. Umgebaut wird vor allem in der schulfreien Zeit und nur in Absprache mit der Leitung der angrenzenden Mittelschule.

Der Übergangs-Kindergarten soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen. Die Ausschreibung für den Träger läuft. Sechs Gruppen sollen hier unterkommen. Damit ist für den akuten Bedarf ein Angebot da. Allerdings nur für Kindergartenkinder. Denn eine Krippe in eine Schule einzubauen, ist kompliziert. Auch hier wird an Lösungen gearbeitet. 

D. Richter und C.Ick-Dietl

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