Verkauf an Sana-Kliniken AG

Deal ist perfekt: „Schreiber Klinik“ macht dicht

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Die Schreiber-Klinik ist verkauft.

Die renommierte private „Schreiber Klinik“ in Bogenhausen macht dicht. Schon im Herbst 2017 sollen in dem 1952 gegründeten Haus an der Scheinerstraße die Lichter ausgehen.

München - Nach Informationen unserer Zeitung wurde das Haus mit zuletzt 100 Betten an die Sana-Kliniken AG verkauft, die drittgrößte private Klinikgruppe in Deutschland, die in der Landeshauptstadt bisher mit Häusern in Solln und in Sendling vertreten ist.

Ein Arzt, der in der Schreiber Klinik tätig ist, berichtet unter der Hand davon, dass die Mitarbeiter bereits unterrichtet seien – und aktuell beispielsweise schon keine neuen Instrumente mehr bestellt werden dürften. Rund 18 festangestellte Ärzte, 31 Belegärzte sowie knapp 70 Pflege- und Hilfskräfte waren in der Klinik zuletzt tätig.

Schon länger war in internen Kreisen über einen Verkauf der Klinik spekuliert worden. Jetzt ist der Deal fix. Das Bundeskartellamt, das die Fusionspläne überprüft hat, hat am vergangenen Freitag seine Freigabe erteilt. Für den kommenden Dienstag ist eine Mitarbeiterversammlung angesetzt.

Zu den Hintergründen des Verkaufs wollten sich auf Anfrage weder Verantwortliche der Schreiber Klinik noch der Sana-Kliniken äußern. Was die Übernahme für die Mitarbeiter bedeutet und warum der derzeitige Ärztliche Direktor und Sohn des Klinikgründers Michael Schreiber das Haus verkauft? Kommende Woche soll es dazu nähere Informationen geben.

Rund 3500 Patienten behandelte die Schreiber Klinik zuletzt pro Jahr stationär und ambulant. Zudem verfügt das Haus über eine Notaufnahme – nicht unwichtig in Zeiten, in denen die Kapazitäten in den Münchner Notaufnahmen oft komplett ausgeschöpft sind. Darüber hinaus war die Klinik seit 2012 auch Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München.

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