Kommentar

Finanzierung des Föhringer Ring-Ausbaus: Unwürdige Streiterei

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Redakteur in der München-Redaktion: Peter T. Schmidt

Seit Jahren wird um die Finanzierung für den Ausbau des Föhringer Rings gestritten. München-Redakteur Peter T. Schmidt kommentiert. 

Gewiss: In einer Stadt, die am Verkehr zu ersticken droht, kann es nicht die Patentlösung sein, dem Verkehr immer mehr Raum zu schaffen. Doch genauso wenig darf man die Menschen ihrer Mobilität berauben, an der oftmals die berufliche Existenz hängt. Schon gar nicht dort, wo der öffentliche Nahverkehr den Autofahrern keine Alternative bietet: Die einzigen Verbindungen, die zwischen Ost und Nord die Isar queren, sind drei Buslinien, und die stehen auf dem Föhringer Ring ebenfalls im Stau. Das Schnellbahnnetz würde die Menschen durch die Innenstadt und damit vom Straßen- in den Schienenstau zwingen. 

Dass der Ausbau des Föhringer Rings seit Jahren im Finanzgerangel zwischen Stadt und Freistaat festhängt, ist skandalös. Schlimm genug, dass über der unwürdigen Streiterei die Gelegenheit vertan wurde, das Problem im Zuge des Brücken-Neubaus anzupacken. Den Verantwortlichen in Stadt und Freistaat muss klar sein: Wenn sie sich nicht einigen, verlieren sie beide und geben das Heft des Handelns an die Wirtschaft ab. Die allerdings sollte nicht nur fordern, sondern auch bedenken, dass sie das Pendler-Problem mit geschaffen hat. Früher hatten Großbetriebe eigene Busse und Mitarbeiterwohnungen. Das glaubt man sich heute sparen zu können.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema: Finanzierungs-Streit um Föhringer-Ring-Ausbau 

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