Auch Spanner-Sorgen können umgangen werden

Flug-Bahnhöfe mitten in München: Unternehmen will Seilbahn bauen - Pläne von Mega-Projekt sehr konkret

So sollen die Flug-Bahnhöfe aussehen: Gespräche mit möglichen Investoren laufen derzeit.
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So sollen die Flug-Bahnhöfe aussehen: Gespräche mit möglichen Investoren laufen derzeit.

Können wir bald mit einer Gondel über München schweben? Diesen Plan würde CV Real Estate gern in die Tat umsetzen. Die Ideen klingen schon sehr konkret.

  • Über München* könnten in naher Zukunft Gondeln schweben.
  • Diesen Plan hegt ein Immobilien-Unternehmen.
  • Es gibt bereits konkrete Pläne für die verschiedenen Strecken.

München - Sanft in einer Gondel über den Münchner Osten schweben - und dann im Flug-Bahnhof nahe der Messe landen. So soll - laut dem Wunsch einiger Projektentwickler - die Mobilitäts-Zukunft der Stadt aussehen. Jedenfalls wenn es darum geht, das Bau-Potenzial des Gebiets rund um Steinhausen endlich perfekt zu nutzen.

„Die Zukunft der Münchner Bürowelt liegt im Münchner Osten“, ist sich Anatol Obolensky, Vorstand von CV Real Estate, sicher. Zwischen Vogelweideplatz und Hüllgraben gebe es genug Flächen, zudem sei der Weg ins Zentrum nicht weit. Das Gebiet könne zu einem sehr attraktiven und zukunftsfähigen Standort für Büroentwicklung und Hochhäuser werden. Die Voraussetzung um dieses Potenzial zu nutzen: der Ausbau des ÖPNV und eine bessere Vernetzung mit dem Individualverkehr.

Münchens Zukunft: Lieber durch die Lüfte statt unter der Erde

Zur Problem-Lösung hat der Projektentwickler vergangenes Jahr eine Denkfabrik namens CV Innovation Lab gegründet. „Wir haben den Ansatz, ein bisschen anders zu denken“, erklärt Wirtschaftsingenieur und Innovation-Manager Friedrich Wilkening.

Bei der Frage, wie man das Gebiet im Osten zukunftsfähig und ökologisch erschließen könnte, sei man schnell auf „Sky-Transportation“ gestoßen. „Unterirdisch ist einfach aufwendig und teuer.“ Zwei Seilbahn-Strecken haben sich hierbei herauskristallisiert: Eine etwa zwei Kilometer lange Trasse vom Vogelweideplatz bis zum Gewerbegebiet am Hüllgraben, mit möglicher Verlängerung zur drei Kilometer entfernten Messe in Riem sowie eine zusätzliche Nord-Süd-Verbindung am Berg-am-Laimer Bahnhof. Für die Ost-West-Richtung gibt es zwei mögliche Varianten: mitten durchs Gewerbegebiet oder am Rand entlang auf Bahnareal.

Beim Müllwegbringen ist ein Mitarbeiter eines Klosters in München in den Auer Mühlbach gestürzt und ertrunken. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Münchens Zukunft: Neue Bauprojekte wie Hochhausensemble und Bürogebäude

„Mitten durch wäre attraktiver“, sagt Wilkening. Schließlich geht es hauptsächlich um eine Erschließung der dortigen Flächen. So plant die CV Real Estate selbst in der Klausenburger Straße ein Hochhausensemble mit rund 60.000 Quadratmeter Fläche. Das Residia Asset Management hat von der Stadt gerade einen positiven Bauvorbescheid für seine Bürogebäude an der Zamilastraße 27 erhalten. Zudem sollen an der Eggenfeldener Straße und an der Truderinger Straße große Wohngebiete entstehen, nordöstlich lässt die SEM grüßen.

Werde das Gebiet tatsächlich mit all seinem Potenzial bebaut, sei die Seilbahn eine realistische Lösung, so Wilkening. Ihre Förderkapazität liege bei 6000 Personen pro Stunde und Richtung. „Das entspricht einer Tram oder S-Bahn.“ Sogar für unerwünschte Gondel-Einblicke auf Privatgelände gebe es Lösungen. „Man kann auf Strecken die Aussicht quasi ausblenden, die Scheiben werden dort dann automatisch zu Milchglas.“

Münchens Zukunft: Barrierefreier Zugang zu Gondel könnte gewährleistet werden

Aus der Ideenschmiede kommt auch der Entwurf für eine barrierefreie Ein- und Aussteigestation, an der zur Überwindung der „letzten Meile“ autonom fahrende Shuttle-Busse, E-Roller und E-Bikes, eventuell auch Förderbänder, zur Verfügung stehen. Auf diese Weise braucht es keinen motorisierten Individualverkehr. „Alles keine Spinnerei“, versichert Friedrich Wilkening. (Carmen Ick-Dietl) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Wegen der Sperrung eines Teils der U-Bahn-Strecke kommt es derzeit täglich zu chaotischen Szenen - die auch ein Video dokumentiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne sollen überwiegend günstige Mietwohnungen für 15.000 Menschen entstehen. In Bogenhausen der Stadt soll ein extravagantes Neubauprojekt zum Blickfang werden.

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