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Nach dem Ärger um die neue Tram 25

Nach Protesten: MVG will neue Buslinie zum Max-Weber-Platz

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Die Bürgerinitiative kämpft für die Rückkehr des 190er-Busses.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft will eine neue Buslinie einführen. Der 149er soll künftig die Siedlung Zamdorf anbinden. Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltenden Bürgerproteste. Zahlen will es dafür aber nicht.

München - Die neue Tramlinie Steinhausen war unter viel Beachtung eingeweiht worden. OB Dieter Reiter sprach Grußworte, und für den damals neuen Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Ingo Wortmann, war es ein schöner Termin zum Amtsantritt. Die Katerstimmung kam in den Tagen danach. Wegen der Verlängerung der Linie 25 bis zum Bahnhof Berg am Laim hatte die MVG nämlich die Führung der Buslinien 190 und 191 (Verstärkerlinie) geändert. Die waren bis dato zwischen der Siedlung Zamdorf und dem Max-Weber-Platz verkehrt. Durch die neue Tram-Trasse wurde die Buslinie zur Verbindung zwischen der Messestadt, dem Bahnhof Berg am Laim und dem Ostbahnhof – und die Siedlung Zamdorf war nicht mehr angebunden. 

Ausbau-Offensive bei der MVG: Neue Pläne für Bus und Bahn

Aus Protest: Bewohner gründeten Bürgerinitiative

Die MVG argumentierte, dass das Busnetz der Nachfrage und dem Standard für Gebiete dieser Bebauungsdichte entspreche. Die Siedlung werde nun über die Tram erschlossen. Deren Bewohner allerdings protestierten und gründeten eine Bürgerinitiative. Offenbar mit Erfolg. Informationen unserer Zeitung zufolge soll die MVG nun einen Vorschlag für einen neuen Bus erarbeitet haben, den 149er. Der würde künftig die Siedlung mit der Haltestelle Flurstraße verbinden, die wiederum nur wenige Gehminuten von der Haltestelle Max-Weber-Platz entfernt ist.

Laut Vorschlag der MVG würde die neue Linie 149 von Montag bis Freitag von etwa 6 bis 21 Uhr und samstags von 9 bis 21 Uhr fahren. Sofern sie denn beschlossen wird, denn zu entscheiden hat nun der Münchner Stadtrat. Die MVG hat zwar die Pläne entworfen, zahlen will sie aber für die neue Buslinie nicht. Die Kosten sollen vom Rathaus getragen werden.

Auf diesem Linienweg könnte der neuer 149er fahren.

„Die Nachbarschaftsinitiave Zamdorf begrüßt den Vorschlag der MVG sehr und hofft nun inständig auf die Unterstützung des Stadtrats“, sagt der Initiator der Initiative, Kilian Mentner. Das allerdings könnte schwierig werden. Informationen unserer Zeitung zufolge rechnet die MVG mit jährlichen Kosten von rund 500.000 Euro.

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Auch Bürgermeister Josef Schmid schaltete sich ein

Zuvor hatten die Anwohner kritisiert, dass sich die Anbindung der Siedlung an die Innenstadt verschlechtert habe. Fahrgäste, die zum Max-Weber-Platz wollten, mussten mit dem Bus zuerst bis Tramhaltestelle Berg am Laim fahren. Anwohner hatten stets argumentiert, dass die massiven Staus in der Hultschiner- und Baumkirchner Straße zu Verzögerungen führten. So könne es vorkommen, dass die Busse auf der lediglich 800 Meter langen Strecke zwischen Friedrich-Eckart-Straße und Berg am Laim Bahnhof zu Spitzenzeiten zwanzig Minuten im Stau stünden, da es keine separate Busspur gibt wie auf der Einsteinstraße, die der alte 190er Bus entlang gefahren war. Auf dieser Trasse fährt nun die Tram.

„Die Fahrzeiten vom Zamilapark oder der Schwarzwaldsiedlung zum Max-Weber-Platz haben sich hierdurch fast verdreifacht, zumindest aber verdoppelt“, sagte damals Kilian Mentner. Gemeinsam mit Anwohnern kämpfte er für die Rückkehr der alten Busline. Sogar Bürgermeister Josef Schmid (CSU) schaltete sich ein, zuletzt waren Vertreter der MVG im zuständigen Bezirksausschuss geladen.

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