Kooperation der Bauherren

Neue Wohnungen: Bessere Absprachen für Prinz-Eugen-Park

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Auch die städtische Gewofag baut im Prinz-Eugen-Park.

München - Die zahlreichen Bauherren des zukünftigen Wohngebietes „Prinz-Eugen-Park“ in Bogenhausen haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Sie wollen sich bei der Planung der Gemeinschaftsanlagen in dem Neubaugebiet besser untereinander abstimmen.

In dem 30 Hektar großen Neubaugebiet auf dem ehemaligen Gelände der Prinz-Eugen-Kaserne an der Cosimastraße bauen mehrere städtische und private Wohnungsbaugesellschaften, Wohnbaugenossenschaften und Baugemeinschaften. Einer der größten Bauherren ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag.

Bis 2018/2019 werden etwa 1800 Wohnungen für mehr als 4000 Menschen entstehen, außerdem mehrere Kindergärten und eine Grundschule. Es soll Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie geben. Der Bau hat bereits begonnen.

Jeder muss Gemeinschaftsbeitrag leisten

Die Stadt München hat die Grundstücke unter der Voraussetzung vergeben, dass jeder Bauherr einen Beitrag zu den Gemeinschaftseinrichtungen leistet. Diese Bemühungen wollen die privatwirtschaftlichen Bauherren nun im neuen Zusammenschluss bündeln. „Wenn man sich frühzeitig zusammentut, hat man nicht am Ende drei Räume zum Austoben für Kinder, aber keinen Saal zum Tangotanzen“, sagt Koordinator Christian Stupka von Stattbau München. Aber vor allem der Verkehr im zukünftigen Wohngebiet bereitet den Anwohnern Sorge. Deswegen solle es zum Beispiel 20 Car-Sharing-Autos im Quartier geben, außerdem E-Bikes und Lastenräder zum Ausleihen, sagt Stupka. Die zukünftigen Bewohner könnten über das Konsortium auch Ideen einbringen, wie einige noch freie Gewerbeflächen am Quartierseingang genutzt werden. „Wir wollen die Nahversorgung dem zukünftigen Bedarf anpassen“, so Stupka.

Bezahlbares im Nobel-Viertel

Bogenhausen ist eines der teuersten Viertel der Stadt. Trotzdem sollen die neuen Wohnungen bezahlbar bleiben, die Hälfte werden Sozialwohnungen. Der Prinz-Eugen-Park gehört außerdem zu den Pilotprojekten im Rahmen des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus (KMB) der Stadt München. Das heißt: Die Grundstücke werden zum Verkehrswert verkauft, 30 Prozent der Fläche müssen mit vergünstigten Mietpreiswohnungen belegt werden. 

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